Zollverein

Zollverein erhält neue Info-Anlaufstelle im nächsten Jahr

Im Erdgeschoss des Kokskohlenbunkers (rechts, graues Gebäude) soll die zentrale Informationsstelle entstehen. Hinten: Das Ruhr Museum mit seiner Rolltreppe.

Im Erdgeschoss des Kokskohlenbunkers (rechts, graues Gebäude) soll die zentrale Informationsstelle entstehen. Hinten: Das Ruhr Museum mit seiner Rolltreppe.

Foto: Volker Hartmann

Essen.   Direkt neben der Rolltreppe zum Ruhr Museum soll 2019 ein neuer Info-Point entstehen. Er soll zentrale Anlaufstelle für alle Besucher werden.

Die Zeche Zollverein erhält für rund zwei Millionen Euro eine neue Info-Anlaufstelle in zentraler Lage. Die Bundesregierung gab in dieser Woche grünes Licht für eine finanzielle Unterstützung aus Berlin in Höhe von einer Million Euro. Wer die zweite Million bezahlt, ist noch offen.

Der neue Info-Point soll in bester Lage direkt neben der Rolltreppe entstehen, die zum Ruhr Museum führt, der ehemaligen Kohlenwäsche. Der gläserne Kubus soll unter den Kokskohlenbunker eingesetzt werden – ein hohes, graues Gebäude direkt vor der Kohlenwäsche, das auf Pfählen steht. Am Kokskohlenbunker hängen oft großformatige Plakate, die auf Ausstellungen hinweisen.

Info-Punkte auf dem Gelände bislang nicht durchgehend besetzt

Bislang gibt es vier Info-Punkte auf Zollverein, die nur temporär besetzt und außerhalb der Saison häufig geschlossen sind. Sie sind vor allem an den zentralen Parkplätzen auf dem Weltkulturerbe-Gelände platziert.

Die neue Anlaufstelle, die vermutlich erst gegen Ende 2019 eingeweiht werden kann, soll nicht die Aufgaben des jetzigen Besucherzentrums im Foyer des Ruhr Museums übernehmen, sondern über Zollverein selbst aufklären. Außerdem wird an eine kleine Ausstellung zur Geschichte der Zeche gedacht. „Das neue zentrale Informationszentrum soll die Orientierung auf dem weiträumigen Welterbe-Gelände erleichtern und Fragen rund um das Gelände, zu aktuellen kulturellen Veranstaltungen und Ausstellungen sowie zu Architektur und Geschichte beantworten. Deshalb ist neben einem klassischen Infopoint auch eine Dauerausstellung über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Welterbe geplant“, teilte die Stadt Essen am Donnerstagabend mit.

Zollverein muss sich mit der Denkmalpflege abstimmen

Die Bundesregierung beschloss die Finanzierungs-Hilfe über eine Million Euro am Donnerstag. Formal muss noch der Bundestag am 23. November zustimmen.

„Die Stiftung Zollverein freut sich über die Förderung“, teilte Stiftungs-Sprecherin Delia Bösch am Freitag mit. „Die Finanzierung ist allerdings noch nicht abschließend geklärt, voraussichtlich wird sich das Land NRW an den Baukosten beteiligen.“

Vor allem müsse nun die Arbeit mit der Denkmalpflege aufgenommen werden, um die Maßnahmen für das bauliche Vorhaben im Detail zu planen und abzustimmen.

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