Gesundheit

Ziel: Sensible Krankenhaus-Daten besser schützen

Der Medecon-Vorstand hört interessiert zu, während Geschäftsführer Leif Grundmann (r.) über die Sicherheit in Krankenhäusern spricht.

Der Medecon-Vorstand hört interessiert zu, während Geschäftsführer Leif Grundmann (r.) über die Sicherheit in Krankenhäusern spricht.

Foto: Socrates Tassos

Essen.   Das Netzwerk Medecon befasst sich aktuell mit der Cybersicherheit vor allem in Krankenhäusern. Experten diskutieren in größerer Runde im Rathaus.

Gemeinsam machen sie sich stark für alles, was mit Gesundheit zu tun hat. Medecon Ruhr ist das Netzwerk der Gesundheitswirtschaft in der Region – und in diesem Jahr stark in Essen präsent. Im Mai kommt der Medecon-Klinikkongress in die Messe, zuvor trafen sich die Vorstandsmitglieder am Mittwoch im Rathaus, um über ihre aktuellen Ziele zu sprechen. Beispielsweise über die Cybersicherheit in den Krankenhäusern.

Projekt könnte bis zum Geschäftsmodell werden

Seit das Digitale immer wichtiger wird, nimmt auch die Anfälligkeit für Angriffe auf die Computersysteme zu. „Immer wieder werden Attacken solcher Art auf Krankenhäuser in Deutschland bekannt“, sagt Leif Grundmann aus der Medecon-Geschäftsführung. In den Kliniken gehe es oft um große Datenmengen und um sensible noch dazu, wenn man an Patientenakten denkt. Ein Projekt des Netzwerkes ist deshalb, die Sicherheit auf diesem Gebiet zu erhöhen. Ziel sei, ein Instrument zu entwickeln, mit dem Krankenhäuser die Sicherheit ihrer IT-Systeme überprüfen können. „Über einen Scanner, der Schwachstellen entdeckt ohne die Systeme lahm zu legen“, sagt Grundmann. Im besten Falle könne ein solches Instrument zu einem Geschäftsmodell werden.

Medecon Ruhr wurde 2007 gegründet, 156 Einrichtungen zwischen Duisburg und Dortmund zählen zu den Mitgliedern, unter anderem sind das viele Essener Krankenhäuser, die Uni und die IHK. „Wir verstehen uns als die Adresse für die Gesundheitswirtschaft des Ruhrgebiets“, sagt Leif Grundmann.

Andere Regionen beobachten die Arbeit

Zu den Vorstandsmitgliedern zählt Prof. Karl-Heinz Jöckel vom Universitätsklinikum. Er stellt fest, dass auch andere Regionen Deutschlands interessiert hinüberschauen, um zu sehen, was Medecon im Ruhrgebiet so treibt – und dass es funktionieren kann, wenn sich Städte gemeinsam für das große Ganze einsetzen. Auch der OB ist angetan: „Im Gesundheitsbereich spielen wir in dieser Region in der Champions League“, sagte Thomas Kufen.

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