Wahrzeichen

Zeder schmückt wieder den Terrassenfriedhof in Schönebeck

Griffen symbolisch zum Spaten: Thomas Tittel, Ulrich Falke (beide Grün und Gruga) Birgit und Ulrich Braun (van Eupen-Stiftung) und Melanie Ihlenfeld (Grün und Gruga), vor der neuen Zeder am Terrassenfriedhof in Essen-Schönebeck.

Griffen symbolisch zum Spaten: Thomas Tittel, Ulrich Falke (beide Grün und Gruga) Birgit und Ulrich Braun (van Eupen-Stiftung) und Melanie Ihlenfeld (Grün und Gruga), vor der neuen Zeder am Terrassenfriedhof in Essen-Schönebeck.

Foto: Socrates Tassos

Essen-Schönebeck.   Seit 1926 stand eine Zeder vor dem Terrassenfriedhof in Schönebeck und wurde zum Wahrzeichen. In den 80er Jahren musste sie aber gefällt werden.

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2,5 Tonnen schwer, acht Meter hoch und mit einem Ballen von 1,75 Meter Durchmesser: Die Atlaszeder, die nun den Haupteingang des Terrassenfriedhofs in Essen-Schönebeck schmückt, musste eigens mit einem Tieflader aus Norditalien angekarrt werden. Der Baum passt allein schon wegen seiner Größe bestens zu diesem Friedhof, der immerhin Essens drittgrößter ist.

Dank einer Spende der van-Eupen-Stiftung bekommt der Terrassenfriedhof nun am Haupteingang an der Heißener Straße sein altes Wahrzeichen zurück. Eingepflanzt wurde er jetzt von Grün und Gruga in Zusammenarbeit mit der Essener Arbeit Beschäftigungsgesellschaft mbH (EABG).

Mit der Pflanzung erinnert Grün und Gruga an die Vergangenheit des im Jahr 1926 eröffneten Friedhofs, denn an genau derselben Stelle stand bis in die 1980er Jahre hinein bereits eine Zeder. Sie musste dann allerdings aufgrund einer Erkrankung gefällt werden. „Nun wird mit dem neuen Baum das historische Bild wieder sichtbar“, freut sich Melanie Ihlenfeld.

Lücken in der Allee werden wieder gefüllt

Sie ist Fachbereichsleiterin bei Grün und Gruga. Nachforschungen der beiden Landschaftsarchitekten Thomas Tittel und Ulrich Falke haben ergeben, dass die Planung des parkähnlichen Friedhofs auf Robert Schmidt, Städteplaner und von 1907 bis 1920 Technischer Beigeordneten der Stadt Essen, zurückgeht. Robert Schmidt und andere Städtebauer im Ruhrgebiet mussten sich in dieser Zeit die Frage stellen, wie die ideale Industriestadt aussieht, wie sie zu organisieren und zu einem lebenswerten Ort für die Einwohnerschaft zu gestalten sei.

Bis Anfang 2019 soll – ebenfalls finanziert von der van-Eupen-Stiftung – eine Allee von elf Bäumen gepflanzt werden, die von dem Eingang bis zu den terrassenförmigen Stufen reicht. Hier standen bereits zwei Baumreihen, die aber durch Sturmeinwirkungen sehr ausgedünnt sind. Nun sollen die gleichförmig wachsenden Kaiserlinden die Lücken füllen.

Als gründer Erholungsraum sehr beliebt

„Der Terrassenfriedhof ist hier in Schönebeck und darüber hinaus als grüner Erholungsraum sehr beliebt. Durch die neue Pflanzung hier im Eingangsbereich und entlang der zentralen Achse wird dieser besondere Ort weiter aufgewertet. Ich bedanke mich sehr herzlich bei der van-Eupen-Stiftung für die Finanzierung dieser Aktion“, sagt Melanie Ihlenfeld.

„Das Unternehmen van Eupen wurde 1803 in Essen gegründet. Wir freuen uns als Stiftung besonders, dass hier die Historie Beachtung findet“, erklärt Birgit Braun, Vorstand der van-Eupen-Stiftung für Umweltschutz.

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