Kriminalität

Zaun auf Gleise in Essen geworfen - Zug kracht auf Hindernis

Dieser Schrankenzaun im Gleisbett wurde in Essen von einem Zug überfahren.

Dieser Schrankenzaun im Gleisbett wurde in Essen von einem Zug überfahren.

Foto: Bundespolizei

Essen.  Nach gefährlichem Eingriff in den Bahnverkehr im Essener Norden ermittelt die Bundespolizei. Zeugin hörte an der Rahmstraße einen lauten Knall.

Unbekannte haben am Sonntagabend einen Schrankenzaun in die Gleisanlagen der Bahnstrecke zwischen Essen-Zollverein Nord und Essen-Altenessen geworfen. Der RE 3 überfuhr das Hindernis. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Wie die Behörde am Montag berichtete, hatte eine 47-jährige Zeugin gegen 20.30 Uhr einen lauten Knall gehört. Anschließend habe sie drei dunkel gekleidete Personen von der Fußgängerbrücke über die Bahnstrecke an der Rahmstraße wegrennen gesehen.

Einsatzkräfte der Bundespolizei ließen die Strecke sperren und stellten den Zaun sicher. Gegen die unbekannten Tatverdächtigen wurde ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Ob der Zug durch die Kollision mit dem Hindernis beschädigt wurde, müssen weitere Ermittlungen zeigen.

Zeugen, die Hinweise zu den Verursachern geben können, werden gebeten, sich mit der Bundespolizei unter der kostenfreien Servicenummer 0800 6 888 000 in Verbindung zu setzen.

In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei vor solch einem Verhalten. Es handele sich nicht um einen „Dummejungenstreich“. Zerfahrene Gegenstände können zu gefährlichen Geschossen werden und unter Umständen Personen schwer verletzen. Das Strafmaß für den gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr (§ 315 StGB) sieht im Falle einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren vor.

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