Fliegerbombe

Container-Mauer soll Uniklinik Essen vor Bombe schützen

Container sollen im schlimmsten Fall eine Druckwelle vermindern.

Container sollen im schlimmsten Fall eine Druckwelle vermindern.

Foto: Klaus Micke

Essen.   Nach Bodensondierungen besteht der Verdacht, dass mitten auf dem Klinikgelände eine Fliegerbombe liegt. Ordnungsamt lässt Splitterschutz aufbauen.

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Bei Bauarbeiten auf dem Gelände des Universitätsklinikums Essen wurden Hinweise auf einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Das bestätigen die Klinik und die Stadt Essen. Eine Firma für Kampfmittelbeseitigung überprüft den Verdachtspunkt.

Die Sondierungsarbeiten finden auf der Baustelle der Kinderklinik statt. Rund um den möglichen Fundort werden Seecontainer aufgestellt, die als Splitterschutzwand dienen sollen.

Splitterschutz aus Containern und Wassertanks

Mit den Arbeiten wurde die Dortmunder Firma Bloedorn Container beauftragt, die 22 Standard-Seecontainer in zwei Reihen um die vermutete Bombe stapelt. So soll eine 66 Meter lange und mehr als 5,5 Meter hohe Mauer entstehen. Die Container sind mit Tanks ausgestattet, die nach dem Aufbau mit jeweils 24.000 Litern Wasser befüllt werden. Am Freitagmittag soll die Wand fertig montiert sein.

„Die Container werden aufgestellt, um die Patienten, Mitarbeiter und Gebäude zu schützen“, erklärt Burkhard Büscher, Pressesprecher der Uniklinik. „Mit der Befüllung wird es voraussichtlich bis Samstag dauern. Wie es dann weitergeht, können wir noch nicht sagen.“ Man wolle zunächst die Ergebnisse der Sondierungsarbeiten durch die Kampfmittelbeseitiger abwarten, was noch zwei bis drei Wochen dauern könnte. Bisher seien bereits 15 Bohrungen durchgeführt worden, um den Verdachtspunkt weiter einzugrenzen.

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