Sonnenschutz für die Augen

Welche Sonnenbrillen perfekten Schutz für die Augen bieten

Dauerhaftes Blinzeln kann keine Lösung sein. Bei starken Sonnenstrahlen müssen die Augen mit einer Sonnenbrille geschützt werden.

Dauerhaftes Blinzeln kann keine Lösung sein. Bei starken Sonnenstrahlen müssen die Augen mit einer Sonnenbrille geschützt werden.

Foto: Getty Images

Intensives Sonnenlicht kann die Augen dauerhaft schädigen. Deshalb kommt es auf die richtige Sonnenbrille an. Was ist zu beachten? Ein Überblick

Zu viel Sonne kann nicht nur für die Haut gefährlich werden, auch für die Augen wird es jetzt stressig. So schön der Sommer sein mag: Noch angenehmer wird er mit der richtigen Ausstattung. Augencremes mit Lichtschutzfaktor gibt es einige. Darüber freuen sich die Lider und die empfindliche Haut rund um die Augen. Doch für die Augen selbst gibt es solche Mittel nicht. Ständig zu blinzeln kann auch keine Alternative sein. Es kommt auf also auf die richtige Sonnenbrille an.

Denn es ist ja sogar so: Zu intensives Sonnenlicht verzeihen die Augen nicht, „die energiereiche UV-Strahlung kann zu Gewebeschäden an Bindehaut und Hornhaut führen und auf lange Sicht sogar einen grauen Star, Katarakt genannt, hervorrufen“. Das sagt Kerstin Kruschinski vom Kuratorium Gutes Sehen. Eine gute Sonnenbrille bietet ausreichenden Blendschutz und hält die schädlichen UV-Strahlen vom Auge fern. Doch welche Eigenschaften sind entscheidend?

Für einen sicheren UV-Schutz sollte die Sonnenbrille mindestens bis zu den Brauen reichen und die Augen durch große Gläser und breite Bügel vor seitlichem Lichteinfall schützen.

Das CE-Zeichen befindet sich meist auf der Innenseite eines Bügels. Es soll unter anderem belegen, dass die Brille einen UV-Schutz bietet, der den Anforderungen der Europäischen Union entspricht. Eigentlich. Experten wie Augenoptikerin Ute Peterburs warnen vor Fälschungen: „Es kommt vor, dass auf Billigbrillen, die man am Strand kauft, einfach dieses Zeichen aufgedruckt wird.“

Von der Farbe der Gläser lässt sich der Schutz vor Sonnenstrahlen nicht ableiten. Je dunkler die Gläser, desto besser? „Das ist ein weit verbreiteter Irrtum“, so der Hinweis des Berufsverbands der Augenärzte. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte also darauf verzichten, sich am Strand oder bei fliegenden Händlern einzudecken. Das schicke Sonnenbrillenschnäppchen könnte zur Qual für die Augen werden. Durch die Verdunkelung weiten sich die Pupillen, bei zweifelhaften Exemplaren könnten schädliche UV-Strahlen bis auf die Netzhaut gelangen. Der Kauf im Fachhandel bringe Sicherheit. Optikerin Peterburs geht so weit, dass sie sagt: „Besser gar keine Brille tragen, als eine üble Billig-Brille.“

Brillenträger können eine Sonnenbrille an die Bedürfnisse ihrer Augen anpassen lassen. Im Retro-Trend liegen Aufsatz-Clips, die eine Alltagsbrille im Handumdrehen in eine Sonnenbrille verwandeln. Mit einem Klick wird grelles Sonnenlicht also weggeknipst.

Die Brille kann noch so hübsch und der UV-Filter so perfekt sein, wenn das Gestell wie vom Winde verweht im Gesicht hängt, bringt das alles nichts. Deshalb rechtzeitig checken, dass das Modell nur an Ohren und Nase aufliegt und nirgendwo drückt. Die Gläser sollten tipptopp sein. Denn Schlieren, Kratzer oder optische Verzerrungen zwingen die Augen und das Gehirn zu einer permanenten Korrektion. Diese Mehrarbeit ist auf Dauer ermüdend und mindert die Sehleistung. Weitere Informationen unter www.sehen.de.

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