Innenstadt

Weiterer Shop auf der Limbecker erhält einen neuen Mieter

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Mira Fandel, stellvertretende Geschäftsführerin und Daniel Bayen, Geschäftsführer von Strike.Wardrobe. Das Start-up bezieht in Kürze ein Ladenlokal auf der Limbecker Straße.

Mira Fandel, stellvertretende Geschäftsführerin und Daniel Bayen, Geschäftsführer von Strike.Wardrobe. Das Start-up bezieht in Kürze ein Ladenlokal auf der Limbecker Straße.

Essen.  Die Vintage-Experten von Strike.Wardrobe eröffnen mithilfe der Stadt Essen ihren ersten City-Laden. Basis ist eine spezielle Geschäftsidee.

Eine Schlange vom Theater- bis zum Willy-Brandt-Platz hat das junge Start-up Strike.Wardrobe zuletzt im vergangenen Oktober verursacht. Eine Woche lang besetzten die Jungunternehmer die ehemalige Starbucks-Filiale mit ihrem Pop-up-Store für Second Hand- und Vintage-Markenbekleidung und sorgten bei der jungen Zielgruppe täglich für lange Schlangen entlang der Rathenaustraße. Jetzt will Strike den nächsten Schritt gehen und übernimmt ein leerstehendes Ladenlokal auf der Limbecker Straße.

Nach dem Gewürz-Start-up mykraut, dessen Ansiedlung vor einigen Wochen bekannt gegeben wurde, ist Strike nun das zweite Start-up, das die Einkaufsstraße beleben wird. „Mit Strike.Wardrobe haben wir wieder junge Unternehmerinnen und Unternehmer für den Standort Essen begeistern können“, so EMG-Citymanagerin Svenja Krämer. „Strike möchte gerne den nächsten Schritt in der Entwicklung gehen und nutzt das Förderprogramm des Landes dafür. Das ist genau das, was wir uns erhofft und vorgestellt haben.“

Stadt Essen will Innenstadt mit subventionierten Mietpreisen neu beleben

Das Förderprogramm ermöglicht es der Stadt Essen, leerstehende Ladenlokale anzumieten und zu einem erheblich reduziertem Preis wieder zu vermieten. Weil es sich um einen mit Steuergeld subventionierten Eingriff in den Immobilienmarkt handelt, ist das Vorgehen nicht unumstritten. Die Stadt argumentiert hingegen, da die Marktmieten für jüngere Unternehmen oft zu hoch sind, könne man auf diese Weise die Innenstadt mit interessanten Geschäften neu beleben.

Für Strike.Wardrobe ist es denn auch der erste feste Standort: „Die Innenstadt ist perfekt für uns geeignet, um sowohl eine jüngere als auch eine ältere Zielgruppe ansprechen zu können“, sagt Mira Fandel, stellvertretende Geschäftsführerin bei Strike. Das Förderprogramm ermögliche es, die Waren erstmalig in bester Lage zu verkaufen und mit den Fast-Fashion-Giganten räumlich auf Augenhöhe zu konkurrieren. Dies gebe einem kleineren Unternehmen wie ihrem die Chance, sich zu beweisen.

Second-Hand-Kleidung in der Essener Innenstadt als Beitrag für mehr Nachhaltigkeit

„Unser Ziel ist es, Premium Second-Hand-Kleidung für jeden zugänglich und attraktiv zu machen und damit einen großen Schritt für eine nachhaltige und klimaneutrale Zukunft zu machen“, heißt es. Bei Strike.Wardrobe werden über 50 Marken, vornehmlich aus den 1970er bis 2000er Jahren verkauft, die als besonders angesagt gelten. Durch das Recyceln von Markenbekleidung steht Strike besonders für Nachhaltigkeit. Das junge Unternehmen konnte nach eigenen Angaben bereits 300.000.000 Liter Wasser und über 450.000 Tonnen CO2 einsparen.

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