Kommentar

Weiter machen mit dem Radschnellweg

Michael Mücke kommentiert den Planungsstand beim Radschnellweg RS1.

Michael Mücke kommentiert den Planungsstand beim Radschnellweg RS1.

Foto: Philipp Wahl

Essen.   Der Radschnellweg RS 1 muss weiter durch Essen geplant werden. Ein Baustopp wäre ausgerechnet in diesem Jahr das falsche Signal.

Der Radschnellweg RS 1 ist eines der wichtigsten Projekte, mit dem die „Grüne Hauptstadt“ wirbt und mit dem sie auch den Titel für 2017 gewonnen hat. Dass es ausgerechnet in diesem Jahr zu einem Baustopp kommen sollte, darf nicht hingenommen werden.

Dass der Radschnellweg nun vom Gesetz her einer Landesstraße gleichgestellt ist und Umweltauflagen verschärft wurden, macht das Planen durchaus schwieriger. Aber solche Verfahren bieten auch die Chance, die wohl beste Lösung zu finden. Dies gilt gerade für den Chemiestandort Evonik, an dem der Radweg entlang führen soll. Dass dies aufwendig und länger dauern wird, war schon früher klar.

Keine Verzögerungen in Essen

Deshalb muss man aber keine Pause einlegen, sondern sollte schon jetzt an anderer Stelle weiter Pflöcke setzen. So kann die Planung für die Strecke hinter dem Chemiewerk zur Stadtgrenze Bochum vorangetrieben werden. Und ebenso auf dem besonders wichtigen Teilabschnitt zwischen Universitätsstraße und Karolinger Straße. Sollte die Politik aber dort doch den völligen Abriss des alten Bahndammes endgültig beschließen, um das Eltingviertel besser anzuschließen, dann torpediert sie nicht nur ein Vorzeigeprojekt des Landes, sondern auch das Grüne-Hauptstadt-Jahr.

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