Kultur

Was hinter der Historie der Essener Villa Kampschulte steckt

Künstlerin Anne Kampschulte sucht alte Fotos, die in der Broschüre über ihr Elternhaus in Essen-Bredeney erscheinen können.

Künstlerin Anne Kampschulte sucht alte Fotos, die in der Broschüre über ihr Elternhaus in Essen-Bredeney erscheinen können.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Essen-Bredeney.  Die Künstlerin Anne Kampschulte plant eine Broschüre über ihr Elternhaus Villa Kampschulte in Essen-Bredeney. Dafür sucht sie historische Fotos.

Die Künstlerin Anne Kampschulte und ihr Team von Kulturschaffenden, die regelmäßig Ausstellungen, Lesungen und Konzerte in der Villa Kampschulte an der Graf-Bernadotte-Straße 15 in Essen-Bredeney veranstalten, planen eine Broschüre über das historische Gebäude. Dafür suchen sie noch alte Fotos.

„Wir haben das Projekt, ein kleines Büchlein über die 1925 erbaute und 1989 unter Denkmalschutz gestellte Villa zu erarbeiten. Ziel dieser Broschüre ist, das Gebäude der Öffentlichkeit näher zu bringen, es als kulturelles Prunkstück sichtbar zu machen. Damit soll die Begeisterung für die geschichtsträchtige und kulturell geprägte Villa geweckt werden“, so Anne Kampschulte, deren Elternhaus die Villa ist.

In der Villa finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen wie Ausstellungen, Konzerte und Lesungen statt. Dabei seien immer wieder Fragen zur Geschichte und Architektur des Hauses gestellt worden. Die sollen in der Broschüre beantwortet werden. Das Büchlein soll zu der traditionellen Ausstellung „Zwischen den Jahren“ 2020/21 vorliegen, damit die Besucher es erwerben können.

Spannendes Geschichtsdokument in Arbeit

„Wir schaffen nicht nur eine Informationsbroschüre, sondern ein spannendes Geschichtsdokument mit Bezug zur Stadt Essen“, erklärt Anne Kampschulte. In dem geschichtlichen Teil der Broschüre sollen alte Fotos abgedruckt werden. Bei der Suche danach hoffen die Herausgeber auf die Unterstützung der Bürger.

Die Villa Kampschulte wurde 1925 von Herrn Offermann durch die Architekten Eggeling und Schäfer in der Tirpitzstraße erbaut, später Graf-Bernadotte-Straße. Hugo Rosendahl, Großvater von Anne Kampschulte und der erste Essener Oberbürgermeister nach dem Zweiten Weltkrieg, erwarb die Villa 1933. „Vielleicht gibt es ja Menschen, die Fotos aus dieser Zeit haben oder auch andere Informationen“, hofft die Künstlerin auf viele Rückmeldungen. Wer Material zur Verfügung stellen kann, sollte sich bei Anne Kampschulte unter 0174 7813066 melden.

Aktuelle Ausstellung endet am 6. September

Am Sonntag, 6. September, um 15 Uhr endet die Ausstellung „Südlich“ mit der Malerei von Katrin Aßmann, den Drucken von Christian Schellewald und den Steinskulpturen von Anne Kampschulte mit dem neuen Veranstaltungsformat „Kaffee, Kunst, Kuchen“. Die Besucher sind zum Austausch eingeladen.

Zum Abschluss findet die Ziehung der Lose der Lotterie statt, bei der je ein Kunstwerk der beteiligten Künstler zu gewinnen ist. Der Erlös kommt zu je einem Drittel den Künstlern, der Villa Kampschulte und dem Mitveranstalter „Krebs im Bild e.V.“ zugute. Vor der Verlosung wird Wolfgang Weber passend zum Thema der Ausstellung zwei Gedichte über die Pflanze des Monats, die Sonnenblume, lesen.

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