Handwerk

Warum sich die Rüttenscheider Straße für Bäckereien lohnt

Am Rüttenscheider Stern ist die Bäckerdichte besonders groß: Döbbe erweiterte sich Ende 2015 zum Café, Bäcker Peter zog vor Kurzem nach. Dazwischen findet sich noch die Bäckerei Schmitz.

Am Rüttenscheider Stern ist die Bäckerdichte besonders groß: Döbbe erweiterte sich Ende 2015 zum Café, Bäcker Peter zog vor Kurzem nach. Dazwischen findet sich noch die Bäckerei Schmitz.

Essen-Rüttenscheid.   Allein auf dem kleinen Abschnitt zwischen dem Rüttenscheider Stern und der Martinstraße finden sich neun Bäcker. Ein Geschäft, das sich lohnt.

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Zuletzt hat Bäcker Peter seine Filiale am Rüttenscheider Stern erweitert, übernimmt demnächst auch die ehemalige Sparkassenfiliale an der Klarastraße. Allein zwischen Stern und Martinstraße finden sich neun verschiedene Bäcker. Warum sich das lohnt, haben wir Frank Köster gefragt. Er ist Geschäftsführer der Bäckerinnung Rhein-Ruhr.

Wie erklären Sie sich die hohe Bäckerdichte auf der Rü?

Dieses Phänomen beobachten wir nicht nur in Rüttenscheid, sondern auch in anderen Ruhrgebietsstädten auf Straßen mit hoher Kunden-Frequenz. Eine Ursache dafür ist die zunehmende Filialisierung. Die großen Bäcker wachsen weiter und jeder von ihnen will Geld verdienen, deswegen zieht es sie auf die gut besuchten Einkaufsstraßen.

Könnte das Wachstum auch daran liegen, dass sich immer mehr Bäcker in Cafés verwandeln?

Tatsächlich steigen die Umsätze im Gastrobereich. Mit einem schlanken Mittagstisch, Pizzen oder Eintöpfen im Angebot haben viele Bäcker immer mehr Einnahmequellen erschlossen.

Fürchten Sie da nicht um das Handwerk?

Nur weil Bäckereien wachsen, heißt das nicht, dass sie ihr Handwerk nicht beherrschen. Im Gegenteil – das hat sie groß gemacht. Was ein Stück weit verloren geht, ist die Vielfalt, da viele kleine Betriebe aufgeben. Von ihnen wird immer mehr verlangt: Allergene müssen ausgezeichnet werden, die Büroarbeit wächst, und die Energiekosten steigen. Das ist für Einzelkämpfer kaum zu leisten.

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