Rezept

Von Januar bis April hat in Essen der Winterkabeljau Saison

Frank Wander, Leiter der Fischtheke bei Edeka Diekmann in Essen-Werden, empfiehlt Fischreste als leckere Suppe zu verwerten.

Frank Wander, Leiter der Fischtheke bei Edeka Diekmann in Essen-Werden, empfiehlt Fischreste als leckere Suppe zu verwerten.

Foto: Henning Hagemann

Essen-Werden.  Fisch enthält für Menschen wichtige Mineralstoffe, vor allem im Winter. Ein Essener Fischexperte verrät ein Suppenrezept provenzalischer Art.

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Wer jetzt in der Fischauslage auf Skrei aufmerksam wird, muss nicht an seinen Fisch-Kenntnissen zweifeln, es handelt sich auch nicht um eine neue Fischsorte. Der Skrei oder auch das „Gold der Lofoten“ ist ein alter Bekannter und gilt als der exklusivste Fisch Norwegens. Es handelt sich dabei um Kabeljau.

„Er hat nicht nur einen ganz fantastischen Geschmack, sondern ist auch nur begrenzt verfügbar“, erklärt Frank Wander, Leiter der Fischtheke bei Edeka Diekmann in Essen-Werden. Erwachsene Tiere würden jährlich eine weite Reise zurücklegen: Von der eisigen Barentssee zu den wärmeren Gewässern vor der norwegischen Inselgruppe der Lofoten schwimmen sie mehrere hundert Kilometer.

Nur von Januar bis April dauert die Fangsaison

„Bevor der Winterkabeljau wieder in die Weiten der Barentssee entschwindet, hat man nicht viel Zeit, um diesen besonderen Fisch zu fangen: Nur von Januar bis April dauert die Fangsaison an“, so Wander. Das Wort Skrei kommt übrigens aus dem norwegischen: skrida = wandern.

Wie der Lachs hat auch Kabeljau sehr viele Omega-3-Fettsäuren, diese kommen in fettreichen Kaltwasserfischen vor und sind sehr gesund. Gerade jetzt zum Jahresbeginn sind diese Fische bei Wanders Kunden sehr gefragt, denn eine gesunde Ernährung steht bei vielen auf der Liste der guten Vorsätze. Fisch, so erklärt Wander, sei auch sehr reichhaltig an Jod: „Es gehört zu den wichtigsten Mineralstoffen, die der Mensch benötigt.“ Ebenso beliebt sind auch Garnelen, welche er in abgekochter Form mit jeweils einem Liter Wasser und einem Liter Chardonnay empfiehlt.

Wer gerne Fischsuppe isst, dem empfiehlt Wander beim Kauf eines ganzen Fisches, die Reste zu verwerten. Und er verrät auch gleich das passende Rezept dazu:

Fischsuppe provenzalischer Art

Die Zutaten: 200 g geschnittene Gemüsezwiebeln, 200 g geschnittener Fenchel, 1 Dose geschälte Tomaten (850 ml), ein halber Liter trockener Weißwein, 2 Liter Fischfond (aus Fischresten selbst gekocht), 8 cl Weinbrand, 8 cl.Pernod, 4 Knoblauchzehen, 2 Esslöffel Kräuter der Provence, Salz, Pfeffer, 400 g. Fischfilet (Rotbarsch, Seelachs o.ä.), Olivenöl.

Die Zubereitung: Zwiebeln und Fenchel in grobe Streifen schneiden. Das Grün vom Fenchel abzupfen und klein hacken. Den Knoblauch schälen und klein hacken. Alles in Olivenöl anschwitzen, mit Salz, Pfeffer und den Kräutern würzen. Mit Weinbrand und Weißwein ablöschen. Kurz aufkochen lassen, die geschälten Tomaten hinzugeben und mit dem Fond auffüllen. Alles zugedeckt circa zwei Stunden köcheln lassen, bis die Tomaten fast zerkocht sind.

Servieren: Dann die Suppe mit dem Pernod und dem Grün des Fenchels abschmecken. Den in Streifen geschnittenen Fisch circa vier Minuten in der Suppe ziehen lassen. Zum Schluss mit fein gehackter Petersilie bestreuen und mit Baguette servieren.

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