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Vertrag bis 2027: Stadt baut auf Allbau-Chef Miklikowski

Unumstritten als Immobilien-Experte und Sanierer: Allbau-Chef Dirk Miklikowski, dessen Vertrag nun bis Herbst 2027 verlängert wird.

Unumstritten als Immobilien-Experte und Sanierer: Allbau-Chef Dirk Miklikowski, dessen Vertrag nun bis Herbst 2027 verlängert wird.

Foto: Kerstin Kokoska / FFS

Essen.  Allbau-Chef Dirk Miklikowski bleibt Essens Mann für die Immobilien: Sein Vertrag wurde vom Rat jetzt vorzeitig bis Ende Oktober 2027 verlängert.

Beim Umgang mit Immobilien empfiehlt es sich, langfristig zu planen; beim Umgang mit Immobilien-Experten offenbar auch. Also hat der Rat der Stadt dieser Tage grünes Licht dafür gegeben, den Vertrag von Allbau-Chef Dirk Miklikowski bis Ende Oktober des Jahres 2027 zu verlängern – immerhin drei Jahre vor Ablauf des alten Kontrakts.

Ein enormer Vertrauensbeweis für Miklikowski, den dieser aber kaum noch benötigte: Der 55-jährige studierte Diplom-Betriebswirt, der 2007 das kommunale Wohnungsunternehmen Allbau unter seine Fittiche nahm, sprang immer wieder ein, wenn irgendwo im Essener Dickicht städtischer Tochterfirmen ausgelichtet, saniert, neu sortiert werden musste: als Chef der städtischen Grundstücksverwaltung GVE, bei der Stadion-Betriebsgesellschaft oder bei den krisengeschüttelten Entsorgungsbetrieben.

Mehr Geld gibt’s einstweilen nicht

Ein weiterer großer Brocken steht jetzt an: Miklikowski soll jene Firma führen, in der die Stadt Essen zum Jahresbeginn ihre sämtlichen Immobilien-Aktivitäten bündeln möchte: In diese „Immobilien Management Essen GmbH“ (IME) fließt ein Großteil der Geschäftsanteile von Allbau und GVE im Wert von immerhin rund 390 Millionen Euro – ohne dass die Firmen ihre Selbständigkeit verlieren sollen.

Der Allbau-Chef, dessen Vertrag auf diese IME übertragen werden soll, hat damit bei den Immobilien auch künftig alle Fäden in der Hand. Mehr Geld gibt es dafür gleichwohl einstweilen nicht: Zwar soll Miklikowskis Vergütung um 17.000 auf 269.000 Euro im Jahr angehoben werden, in nahezu gleicher Höhe entfallen allerdings seine Bezüge bei „zebra“, einer kleineren Gesellschaft für Baumanagement, die auf Sicht aufgelöst werden soll.

Immerhin erlaubt eine „Sprechklausel“ im Vertrag, Ende 2023 noch einmal wegen einer höheren Vergütung vorzusprechen – abhängig davon, wie weit der Immobilien-Dschungel durchforstet ist.

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