Vermüllung

Vermüllung und Zerstörung treffen auch Steeler Ruhrpromenade

Nach der Feier auf der Steintreppe am Steeler Ruhrufer sind Flaschen, Plastikbecher und Verpackungen zurückgelassen worden, beschmiert sind die Treppen schon seit langem.

Nach der Feier auf der Steintreppe am Steeler Ruhrufer sind Flaschen, Plastikbecher und Verpackungen zurückgelassen worden, beschmiert sind die Treppen schon seit langem.

Foto: Gesa Kortekamp

Essen-Steele.   Schnapsflaschen, Müll, beschmierte Sitztreppen, zerstörte Bänke und Sportgeräte: Partys und Zerstörungswut hinterlassen Spuren am Ruhrufer.

An dem neu gestalteten Ruhrufer in Steele haben Zerstörungswut und Vermüllung Spuren hinterlassen. Das Trimm-Dich-Element ist nicht mehr nutzbar, gleiches gilt für Außenbänke des Rudervereins, und auf den großen Steintreppen zeugt Müll von der letzten Zusammenkunft. Die Stufen sind zudem beschmiert. Auf die Beseitigung dieser Spuren und die Reparatur oder einen Wechsel des Sportgerätes warten Passanten wie Politiker bereits geraumer Zeit.

„Das Trimm-Dich-Gerät ist seit etwa einem Dreivierteljahr nicht mehr funktionstüchtig“, schätzt FDP-Ratsherr Eduard Schreyer, der der Vorsitzende der Steeler Bürgerschaft ist. Grund für die lange Dauer sei die lange Lieferzeit bei den entsprechenden Firmen, erklärt Martin Gülpen von Grün und Gruga. Eine Reparatur sei nicht möglich, ein Austausch sei erforderlich: „Wir hoffen, dass das neue Gerät Mitte Juni aufgebaut werden kann.“

Die Neugestaltung in Steele sollte erst der Anfang sein

Wäre es nach den Vertretern der CDU gegangen, wären weitere Trimm-Dich-Geräte angeschafft worden. Das hat die Bezirksvertretung abgelehnt und nun hat offenbar die Zerstörungswut einzelner selbst das einzelne Sportgerät getroffen: Ein Griff ist abgebrochen. Auch abendliche Feiern gehen nicht spurlos an dem Ufer vorbei: Auf der großen Treppe haben Feiernde blaue Farbe, leere Wodkaflaschen und Plastikbecher zurückgelassen.

Dabei wird der Bereich samt neuer Wege, Bänke und Spielplatz so gut angenommen, dass die CDU-Fraktion auf die Idee kam, diesen zu erweitern. Aus Sicht von Frank Stienecker sei mit der Neugestaltung der Promenade der Anfang zwar gemacht, doch es fehlten weitere Angebote für Kinder und Erwachsene, formulierte der CDU-Bezirksvertreter im Vorjahr. Auch Anleger für die Weiße Flotte sind im Gespräch.

Präsenz des Ordnungsdienstes am Baldeneysee

Zu dem Zeitpunkt äußerten die Politiker allerdings mit Blick auf die recht hohen

Anschaffungskosten der einzelnen Geräte auch noch, keine Sorge vor Vandalismus zu haben. Sie setzten auf soziale Kontrolle durch die ansässigen Vereine, die vielen Spaziergänger, Hundehalter und Radfahrer. Bislang ist immerhin der Spielplatz verschont geblieben, den schützt nun an der Vorderseite zusätzlich ein Zaun. Doch beim Ruderverein gleich gegenüber sind zahlreiche Bänke auf dem Außengelände zerstört und sogar Glasscheiben gestohlen worden.

Die Stadt hat jüngst angekündigt, dass der kommunale Ordnungsdienst mehr Präsenz am Baldeneysee zeigen werde, wo es etwa nach Abifeiern an der Regattatribüne und auch in Heisingen am Seepavillon regelmäßig zu Vandalismus und Lärmbelästigung sowie Sachbeschädigungen kommt. Mit Blick auf die aktuelle Lage am Steeler Ruhrufer könnte diese Präsenz bald auch dort notwendig werden.

Grün und Gruga reagiert indes mit dem Sommermodus: „Die EBE wird die Bereiche in unserem Auftrag jetzt drei Mal pro Woche reinigen“, erklärt Martin Gülpen. Dann wolle man schauen, ob das reichen werde.

>>VANDALISMUS RUND UM DEN HEISINGER SEEPAVILLON

  • Auch der Heisinger Uferbereich des Baldeneysees hat sich am Anleger der Weißen Flotte nach der Neugestaltung mit Seepavillon und Obstwiese zum beliebten Treffpunkt entwickelt – allerdings nicht ohne Probleme.
  • Dort sind die Bänke und der Pavillon regelmäßig beschmiert, Flaschen werden hinterlassen oder zerschlagen, junge Bäume sind umgetreten worden, der Fahrplan der Weißen Flotte wird stets abgerissen. Anwohner riefen im Vorjahr wegen der Lautstärke bei ausufernden Partys mehrfach die Polizei.

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