Wirtschaft

Verlierer der gesellschaftlichen Umbrüche dürften nicht aus dem Blick geraten

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ESSEN. Mit einem Festakt beging der Diözesanverband Essen des Kolpingwerkes jetzt sein 50-jähriges Jubiläum. Mit der Gründung des Bistums Essen 1958 gab sich auch der katholische Sozialverband ein neues organisatorisches Dach.

Im Kolping-Berufsbildungswerk Essen schafft Kolping besonders für Benachteiligte neue Bildungschancen. Verantwortungsträger aus Kirche, Politik und Gesellschaft, wie Essens Bürgermeisterin Anette Jäger und Gelsenkirchens Bürgermeister Klaus Hermandung, sowie Vertreter des Kolpingwerkes auf Landes- und Bundesebene nutzten die Gelegenheit, ihre Glückwünsche zu überbringen.

Das christliche Verständnis der Sozialethik führte Festredner Prof. Dr. Peter Schallenberg, katholischer Sozialwissenschaftler aus Fulda, aus. Der Postmodernen Gesellschaft seien die Leitlinien abhanden gekommen, da Werte nicht mehr erzählend weitergegeben würden. Daher käme den Sozialverbände im Sozialstaat eine so große Bedeutung zu, machte der Moraltheologe deutlich. „Der Staat kann nur ein Grundgerüst bieten, in welchem er privaten Vereinen das Helfen nach dem Subsidiaritätsprinzip ermöglicht“. Geförderte Arbeitsmärkte seien hier gefragt.

Diese Forderung unterstrich auch der Diözesanvorsitzende Johannes Norpoth. Eine künftige Herausforderung für Kolping sei „die Installation eines Dritten Arbeitsmarktes“. Hier wolle Kolping für die anstehenden Prozesse Initialzündung sein. Gerade die Verlierer der gesellschaftlichen Umbrüche dürften nicht aus dem Blick geraten. Daher will sich Kolping in den nächsten Jahren besonders intensiv um die Themen „soziale Gesellschaft“ und Familienpolitik kümmern.

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