Freiheit Emscher

Die IG Altenessen fordert ein Verkehrskonzept für den Norden

Peter Arndt Wülfing (65), ein ehemaliger Kaufmann, kümmert sich intensiv um den Stadtteil Altenessen.

Peter Arndt Wülfing (65), ein ehemaliger Kaufmann, kümmert sich intensiv um den Stadtteil Altenessen.

Foto: Stefan Arend

Die Planung des Gewerbegebiets Freiheit Emscher gehen voran. Essen-Altenessen ist davon betroffen. Schon jetzt leidet es unterm Schwerlastverkehr.

1 Herr Wülfing, als Vorsitzender der IG Altenessen und der Mitorganisator der Altenessen-Konferenz haben Sie an der Informationsveranstaltung zum Projekt „Freiheit Emscher“ teilgenommen. Was erwarten Sie für Ihren Stadtteil?

Eine der wesentlichen Aussagen im neuen Projekt „Freiheit Emscher“ ist „Neue Verbindungen und kurze Wege für die Mobilität von morgen“. Das gilt zweifelsohne für die beeindruckende Planung innerhalb des Projekts. Die geplante großzügige Verbindung der einzelnen Planungszellen untereinander, die gleichzeitig auch eine wesentlich verbesserte zusätzliche Verbindung zwischen Bottrop und Essen erwarten lässt, und auch die Anbindung des Schwerlastverkehrs an die A 42 und die B 224 sind sicher eine zukunftsweisende Lösung. Auch Gedanken an alternative Antriebe und entsprechender ÖPNV sind wichtige Bausteine für ein Projekt dieser Tragweite.

2 Aber das reicht Ihnen nicht?

Was fehlt, ist die elementar notwendige Einbindung in die bestehende teilweise katastrophale Verkehrssituation in den angrenzenden Stadtteilen. Hier wird von Politik und Bürgern seit Jahren ein Verkehrswegekonzept für diese Stadtteile angemahnt. Das Thema A 52 muss hier gar nicht angesprochen werden. Ich halte sie für sinnvoll, weil der Verkehr ja irgendwo hin muss und zu Stoßzeiten zu viel Verkehrsvolumen da ist. Die bestehenden Nord/Süd-Verbindungen quillen auch deshalb über, weil dafür ungeeignete Ost/West-Verbindungen quer durch Wohngebiete inzwischen durch Schwerlastverkehr als Ausweichrouten genutzt werden und die Stadtteile verstopfen.

3 Was erwarten Sie also von der Politik?

Zahlreiche Projekte im Gebiet der Bezirksvertretung V lassen für die Stadtteile eine regelrechte Aufbruchstimmung erwarten. Erwähnt seien hier die Projekte Freiheit Emscher mit seiner riesigen Tragweite, der geplante Neubau Marienhospital, die Renaturierung der Emscher, das Altenessen-Süd-Karree, die Pläne auf dem ehemaligen Kutel-Gelände, die Gesamtschule Erbslöh-straße, Neubaugebiete an der Heßlerstraße, auf dem ehemaligen Baggerübungsgelände an der Bäuminghausstraße und etliche andere kleinere Projekte werden die Stadtteile in naher Zukunft positiv entwickeln.

Mein dringender Appel an Politik und Verwaltung ist jedoch, nutzen Sie die aktuelle Chance, die diese zweifellos komplexe Veränderung mit sich bringt und betrachten sie nicht nur die einzelnen Projekte. Entwickeln Sie jetzt das überfällige und dringend notwendige Verkehrswegekonzept zum Wohle der Bürger und im Sinne der Zukunft des gesamten Essener Nordens.

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