Streik

Verdi ruft gleich nach den Osterferien wieder zum Streik auf

Die Gewerkschaft Verdi ruft erneut zum Streik auf.

Die Gewerkschaft Verdi ruft erneut zum Streik auf.

Foto: ANDRE HIRTZ

Essen.   Auch Bus und Bahn sowie Kitas sollen erneut in den Streik einbezogen werden. Die Gewerkschaft will den Bürger-Ärger in Grenzen halten.

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Eine Woche noch herrscht Ruhe an der Tariffront. Nach den Osterferien aber müssen sich die Essener wieder auf massive Einschränkungen durch Streiks bei städtischen Dienststellen einstellen – dies kündigten am Donnerstag Vertreter der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi an: „Wir wollen die Bürger nicht unnötig verärgern“, betonte Gabi Schmidt, Verdi-Landesleiterin in NRW, aber der Arbeitskampf sei nun mal notwendig, um die Arbeitgeberseite zu einem verhandlungsfähigen Angebot zu zwingen: „Ohne Druck kommt da einfach nichts.“

Auch Bus- und Bahn-Verkehr könnte bestreikt werden

Verdi behält sich dabei in Essen ausdrücklich vor, abgesehen von Müllentsorgung und Rathaus-Ämtern auch den besonders empfindlichen Bereich der Kinderbetreuung in städtischen Einrichtungen sowie Bus- und Bahn-Verkehr in den Streik einzubeziehen.

Damit sich die Bürger darauf einstellen können, will man Ende kommender Woche signalisieren, welche Bereiche des öffentlichen Dienstes betroffen sind.

Öffentlicher Dienst sei „gehaltsmäßig abgehängt“

Die Erwartungshaltung der bei Verdi organisierten Gewerkschafter sei hoch, sagt die kommissarische Bezirksgeschäftsführerin Henrike Eickholt – an die Höhe der ausgehandelten Gehaltserhöhung (gefordert werden sechs Prozent Plus) ebenso wie an den Willen der Gewerkschaft, die Muskeln spielen zu lassen. Längst sei der öffentliche Dienst „gehaltsmäßig abgehängt“, in Essen und anderswo werde es bereits immer schwieriger, geeignete Mitarbeiter zu finden.

Dass Gewerkschafts-Mitglieder am Ende durch einen Bonus mehr vom Tarifabschluss profitieren als nicht organisierte Beschäftigte, ist laut Verdi rechtlich heikel, weil es sich um einen bundesweit gültigen Tarifvertrag handelt, sei aber wünschenswert: weniger zur Mitgliederwerbung, wie es heißt, sondern um dem „Gerechtigkeits-Empfinden der Mitglieder“ zu genügen.

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