Vandalismus

Vandalismus: Zollverein denkt über Videoüberwachung nach

Vor einem Jahr wurde die Kletter-Anlage („Parkour“) auf Zollverein eingeweiht. Derzeit ist sie gesperrt wegen Vandalismus-Schäden.

Vor einem Jahr wurde die Kletter-Anlage („Parkour“) auf Zollverein eingeweiht. Derzeit ist sie gesperrt wegen Vandalismus-Schäden.

Foto: Ulrich von Born

Essen.   Zerstörte Plakate, Sprayer, zerstörte Parkour-Anlage: Wiederholte Fälle von Vandalismus plagen Zollverein. Videoüberwachung im Gespräch.

Nach mehreren Vandalismus-Fällen auf dem Gelände der Zeche Zollverein denkt der Chef der Stiftung Zollverein, Hans-Peter Noll, über Video-Überwachung nach. „Wir prüfen derzeit konkret, eine Video-Überwachung des Geländes vorzunehmen“, sagte Noll auf Anfrage. Schon jetzt steht fest, dass der Sicherheits-Dienst vor Ort seine Kontrollen verstärken wird.

Plakate angekokelt und mit Messer bearbeitet

Zuletzt war ein Ausstellungs-Plakat aus Kunststoff, das neben der Rolltreppe des Ruhr Museums gespannt ist, von Unbekannten angekokelt worden. Dabei wurden Teile der Folie zerstört. Ein anderes Großplakat, das für eine aktuelle Foto-Ausstellung wirbt, war zuvor offenbar mit einem Messer bearbeitet worden.

Auch auf dem Gelände der Kokerei gibt es wiederholt Fälle von Vandalismus: Die Parkour-Anlage, erst vor einem Jahr eingeweiht, ist derzeit geschlossen. Am Montag stellten Mitarbeiter der Stiftung fest, dass der Boden der Kletter-Station mutwillig beschädigt wurde. Die Anlage soll schon am Donnerstag wieder öffnen, ist aber derzeit mit Bauzäunen unzugänglich gemacht worden.

„Das sind mehr als Dumme-Jungen-Streiche“

„Das sind weit mehr als Dumme-Jungen-Streiche“, ärgert sich Hans-Peter Noll. Durch den Schaden an der Parkour-Anlage hätten Nutzer sich ernsthaft verletzen können, außerdem hätten jetzt viele junge Leute aus dem Quartier das Nachsehen. „Das Training ist sehr beliebt.“

Das Feuer am Plakat wurde durch Mitarbeiter des Sicherheits-Dienstes mit einem Löscher unter Kontrolle gebracht. Schon im Sommer schnappten sie einen jungen Vandalen am Werksschwimmbad, zwei Mädchen wurden beim Sprayen erwischt. Die Jugendlichen wurden an die Polizei übergeben und später zu Sozialstunden verdonnert – die sie derzeit auf dem Welterbe ableisten.

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