Streit um neue Stellen

Einigung nach 40 Tagen Klinik-Streik? – Urabstimmung startet

Am Essener Uniklinikum mussten wegen des Streiks tausende Operationen verschoben werden. Am Dienstag beginnt die Urabstimmung über die Einigung. Foto: Svenja Hanusch / Funke Foto Services

Am Essener Uniklinikum mussten wegen des Streiks tausende Operationen verschoben werden. Am Dienstag beginnt die Urabstimmung über die Einigung. Foto: Svenja Hanusch / Funke Foto Services

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Essen/Düsseldorf.  Nach fast 40 Tagen Streik beginnt Dienstag am Essener Uniklinikum die Urabstimmung über die Einigung. Es sollen neue Stellen geschaffen werden.

An den Universitätskliniken Düsseldorf und Essen beginnt die Urabstimmung über die Einigung im monatelangen Streit über bessere Arbeitsbedingungen für Pfleger und andere Mitarbeiter der Krankenhäuser. Die Gewerkschaft Verdi und die Kliniken hatten sich in einem Schlichtungsverfahren auf einen Pilotabschluss geeinigt, der unter anderem die Schaffung von insgesamt 360 neuen Vollzeitstellen an den beiden Kliniken in den nächsten 14 Monaten vorsieht.

Tausende Operationen in Essen ausgefallen

Die Verdi-Tarifkommissionen hatte die Annahme des Schlichtungsergebnisses empfohlen und den Arbeitskampf an beiden Kliniken ausgesetzt. Die Urabstimmung soll bis Donnerstag laufen. Nach Angaben der Krankenhäuser wurde allein in der Uniklinik Düsseldorf an 52 Tagen gestreikt. Etwa 3000 Operationen mussten deshalb abgesagt oder verschoben werden. In Essen wurde an fast 40 Tagen gestreikt. Auch hier fielen Tausende Operationen aus.

Verfahren soll Personalbedarf in der Pflege ermitteln

Teilweise waren mehr als die Hälfte der Operationssäle geschlossen. Neben der Schaffung zahlreicher neuer Stellen sieht die Vereinbarung auch vor, dass innerhalb von 18 Monaten für alle Pflegebereiche in den Kliniken Verfahren eingeführt werden, um den tatsächlichen Personalbedarf zu ermitteln. Bei absehbaren längeren Unterschreitungen dieser Regelbesetzung sollen die Kliniken künftig entweder Springer einsetzen oder weniger neue Patienten aufnehmen. (dpa)

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