Unwetter

Unwetterschäden in der Ruhrstraße werfen viele Fragen auf

Bergeweise Pflastersteine, die das Unwetter vom 7. Juni in der Ruhrstraße aus dem Sandbett gespült hat.

Foto: Reiner Worm

Bergeweise Pflastersteine, die das Unwetter vom 7. Juni in der Ruhrstraße aus dem Sandbett gespült hat. Foto: Reiner Worm

essen-Kettwig.  Das Juni-Unwetter sorgte in der Ruhrstraße in Kettwig für schwere Schäden am Altstadtpflaster. Die SPD in der Bezirksvertretung forscht nach Ursachen.

Das schwere Unwetter am 7. Juni hatte in der Ruhrstraße nicht nur für vollgelaufene Keller gesorgt, sondern auch schwere Straßenschäden hinterlassen. Unzählige Pflastersteine wurden durch die Wassermassen aus dem Sandbett gespült, türmten sich auf dem kleinen Platz vor der ehemaligen Brückenschenke.

Die Stadt reagierte prompt , und schon am Tag danach erhielten die tiefen Löcher im Altstadtpflaster eine Asphaltdecke. Doch geblieben sind eine Menge Fragen. Die stellte die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung IX in Form eines Antrags zur vergangenen Sitzung.

Nicht mehr ordnungsgemäß verlegt

Fraktionssprecher Daniel Behmenburg: „Ich habe schon in der Vergangenheit immer wieder darauf hingewiesen, dass nach Kanalarbeiten durch die Stadtwerke das Pflaster nicht mehr ordnungsgemäß verlegt wurde. Und genau in dem Bereich haben sich die Steine gelöst. Auf der anderen Seite ist das Altstadtpflaster völlig unbeschädigt.“ Ob diese „fehlerhafte Wiederherstellung“ ursächlich für die schweren Schäden verantwortlich sein könnten, will er wissen. „Es liegen in dem Bereich zwischen Logan’s und Brückenschenke immer noch viele Steine einfach lose im Sandbett – beim nächsten Starkregen werden die auch sicherlich weggespült.“

Dringend notwendige Maßnahme

Keine gute Nachrichten für die Anwohner, aber eine dringend notwendige Maßnahme: Auch im weiteren Verlauf der Ruhrstraße – von der ehemaligen Brückenschenke bis zur Corneliusstraße stehen Kanalarbeiten an.

Beginnen sollten sie eigentlich im November 2018, doch nach Intervention durch die Bezirksvertretung zeigen sich die Stadtwerke flexibel und werden den Start der Maßnahme auf Januar 2019 verlegen. Das Weihnachtsgeschäft und somit auch das Projekt Märchenstraße werden dadurch unberührt bleiben – zumindest in diesem Jahr. Die komplette Maßnahme, die Versorgungs- und die Entwässerungsleitungen müssen zeitlich getrennt voneinander saniert werden, wird rund 15 Monate dauern.

Weitere Kanalbauarbeiten beginnt 2019

In Abschnitten von jeweils 20 Metern werden die Arbeiten durchgeführt, und an Wochenenden sollen die Baugruben mit Metallplatten abgedeckt werden, so dass eine ungehinderte Nutzung der Straße möglich sein wird. Der Zugang zu den Wohnhäusern und Geschäften wird jederzeit gewährleistet sein – und auch die Zufahrt für Rettungsdienste wird nicht behindert.

Was die anstehenden Arbeiten der Stadtwerke allerdings noch erschweren wird, ist die geringe Straßenbreite in einigen Bereichen. Da bleibt wahrscheinlich selbst für den kleinsten Bagger kein Platz – da müssen die Schüppen zum Einsatz kommen. Der Baum vor der Brückenschenke muss gefällt werden – eine Ausgleichspflanzung ist geplant.

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