Altenheim

Umzug in das neue Papst-Leo-Haus steht bevor

Die Baustelle des neuen Papst-Leo-Hauses in Frintrop. Die Handwerker arbeiten mit Hochdruck, damit das Haus in einem Monat bezugsfertig ist.

Die Baustelle des neuen Papst-Leo-Hauses in Frintrop. Die Handwerker arbeiten mit Hochdruck, damit das Haus in einem Monat bezugsfertig ist.

Foto: Socrates Tassos

Essen-Frintrop.   Die Nikolaus Groß GmbH hat in Frintrop 14,6 Mio Euro in ein neues Altenwohn- und Pflegeheim investiert. Eröffnung ist am 13. November

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Das neue Papst-Leo-Haus steht kurz vor der Vollendung: Am Dienstag, 13. November, ziehen die Bewohner zurück in ihr angestammtes Haus an der Unterstraße in Frintrop. Seit zweieinhalb Jahren sind sie vorübergehend im Albert-Schmidt-Haus in Vogelheim untergebracht. 14,6 Millionen Euro hat die Nikolaus Groß GmbH in den Neubau des Altenwohn- und Pflegeheims investiert. Am Donnerstag stellten Einrichtungsleiterin Dr. Eva-Maria Rexhausen, Aufsichtsratsvorsitzender Heinrich Hüskes, Geschäftsführer Georg Gal und Manuela Imalis, Leiterin einer speziellen Wohngemeinschaft, das neue Haus vor.

Das Angebot

Das neue Papst-Leo-Haus hat 86 vollstationäre Pflegeplätze und ist damit 43 Plätze kleiner als der Altbau. Ursprünglich sollte der Neubau ebenfalls 129 Pflegeplätze bekommen und 12,5 Millionen Euro kosten. „Wir haben mit allen großen Krankenhäusern in Essen über den Bedarf an Intensivpflege gesprochen und haben uns deshalb entschieden, stattdessen zwei besondere ambulant betreute Wohngemeinschaften einzurichten“, erläutert Georg Gal.

Die Wohngemeinschaften

Jede Wohngemeinschaft bietet zwölf Patienten in Einzelzimmern Platz. Eine WG ist für demenziell erkrankte Personen ausgerichtet, die andere für Patienten, die der außerklinischen beatmungs- und intensiv-pflegerischen Betreuung bedürfen. Diese WG wird von der Firma „Mesanus“ betrieben. Mesanus ist eine gemeinsame Tochterfirma der Nikolaus Groß GmbH und der katholischen Pflegehilfe.

Das Pflegekonzept

Das Papst-Leo-Haus spezialisiert sich auf Bewohner, die an Demenz erkrankt sind. Betreut werden sie nach dem „Silviahemmet“, benannt nach der schwedischen Königin, deren Mutter ebenfalls an Demenz erkrankt war. Die vier Säulen des Prinzips auf: „Symptomkontrolle, Angehörigenarbeit, Kommunikation und Beschäftigung sowie Teamarbeit.

Die Zimmer

Alle 86 Bewohner leben in Einzelzimmern, die aus Sicherheitsgründen keine Balkone haben. Das gesamte Haus hat – wie inzwischen vorgeschrieben – WLAN, alle Zimmer zusätzlich Internet-Anschlüsse. An Demenz erkrankte Bewohner dürfen persönliche Möbelstücke mitbringen. Auf der 1. und 2. Etage leben jeweils zwei Gruppen mit je 23 Bewohnern, in der 3. Etage sind 14. seniorengerechte Wohnungen mit Balkonen, die bereits alle vergeben sind.

Der Gemeinschaftsbereich

Im Gemeinschaftsbereich liegen die Bereiche für Hauswirtschaft und Pflege direkt beieinander, so dass immer Sichtkontakt besteht.

1000 Mahlzeiten

Die Großküche

„Die Speisen und die Verpflegung sind immer das erste Thema im Gespräch mit Angehörigen“, weiß Einrichtungsleiterin Eva-Maria Rexhausen. Deshalb ist die Nikolaus Groß GmbH stolz auf ihre neue Großküche im Papst-Leo-Haus. Sie ist ausgelegt für bis zu 1000 Mahlzeiten pro Tag, beginnt im kommenden Monat aber zuerst mit 600 Mahlzeiten. Es wird das sogenannte „Cook & Chill-Verfahren“ angewendet, in dem die gekochten warmen Speisen schockgekühlt werden. „Das Essen bleibt dadurch deutlich frischer und schmeckt nicht wie aufgewärmt“, sagt die Leiterin.

Von der Unterstraße aus werden insgesamt sechs Einrichtungen wie St. Immaculata, St. Anna in Altendorf oder St. Monika in Altenessen mitbeliefert. Außerdem werden Schulen, Kindergärten und weitere Einrichtungen mit unterschiedlichen Mahlzeiten versorgt. Das Küchenpersonal war bisher in der Umbau- und Neubauphase auf mehrere Häuser verteilt, wird aber nun im Neubau wieder zusammenarbeiten.

Offen für den Stadtteil

In den Stadtteil hinein

Das neue Papst-Leo-Haus möchte in Zukunft stärker in den Stadtteil hinein wirken. „Wir werden es für alle Menschen im Quartier öffnen“, kündigt Georg Gal an. Deshalb wurde mit Hubert Röser (57), bekannt auch als langjähriger Vorsitzender der DJK Altendorf, ein Quartiersmanager eingestellt. Seine Beschäftigung wird von der Deutschen Fernsehlotterie gefördert. Der Saal des Hauses soll für Ausstellungen, Vorträge, Gesprächskreise oder Musikveranstaltungen offen stehen.

„Dazu habe ich schon mit verschiedenen Akteuren in Frintrop gesprochen“, sagt Hubert Röser.

Andererseits steht das Bistro auch für die Frintroper Senioren zur Verfügung, wo sie ein Mittagessen einnehmen können.

Der Raum der Stille

Für Gottesdienste ist der „Raum der Stille“ gedacht. „Wir sind schließlich eine kirchliche Einrichtung, da legen wir Wert drauf“, betont Heinrich Hüskes, der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Nikolaus Groß GmbH.

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