Fahrverbote

Umwelthilfe-Chef triumphiert: „Ein historisches Urteil“

Triumph vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen: Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe freut sich, dass erneut ein Urteil den Weg für Fahrverbote ebnet.

Triumph vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen: Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe freut sich, dass erneut ein Urteil den Weg für Fahrverbote ebnet.

Foto: Ina Fassbender

Essen.   Der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe Jürgen Resch ist sicher: Das Urteil zu Fahrverboten wird international für Aufsehen sorgen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die krachende Niederlage fürs Land, das Fahrverbot selbst für die A40 – es war (s)ein Sieg auf ganzer Linie, und Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, kostet den Triumph entsprechend aus: „Dieses zwölfte Diesel-Fahrverbots-Urteil wird international eingehen in die Geschichte der Luftreinhaltung“, diktierte Resch den Journalisten in Saal II des Verwaltungsgerichts in die Blöcke, weil zum ersten Mal eine Bundesautobahn, „das Symbol der Mobilität in Deutschland“ einbezogen sei.

Chef der Deutschen Umwelthilfe zu den Fahrverboten im Revier
Chef der Deutschen Umwelthilfe zu den Fahrverboten im Revier

„Mit dieser Entscheidung heute kann die Bundeskanzlerin ihre ,Luftreinhalte-Nichtpolitik’ nicht mehr fortsetzen“, betonte Resch, denn eine Autobahn zu umfahren, das sei dann doch schwieriger, als sich an einer innerstädtischen Hauptverkehrsstraße vorbeizuschlängeln.

„Alle Rechtsfragen sind abgeräumt“

Zweifel, dass es tatsächlich zum Fahrverbot kommt und nicht die nächste Instanz das Gelsenkirchener Urteil wieder einkassiert, hat der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe nicht: Das Bundesverwaltungsgericht habe Ende Februar „alle Rechtsfragen abgeräumt“, deswegen gewinne seine Organisation ja auch alle Verfahren: „Wir können uns nicht vorstellen, wie diese Rechtsfrage von Oberverwaltungsgerichten anders beurteilt werden sollte.“

Deshalb auch sein Appell zu handeln an NRW-Ministerpräsident Armin Laschet: Der habe „im Moment ein größeres Verständnis für die Profit-Interessen der Automobil-Industrie als für die Gesundheit seiner Bürger“.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (17) Kommentar schreiben