Nahverkehr

U-Bahn-Station in Essen-Rüttenscheid wird barrierefrei

Im Zuge des Umbaus ist derzeit der Zugang zur Bertoldstraße gesperrt.

Im Zuge des Umbaus ist derzeit der Zugang zur Bertoldstraße gesperrt.

Foto: Vladimir Wegener / FUNKE Foto Services

Essen-Rüttenscheid.  Ein- und Ausstieg am U-Bahn-Station Rüttenscheider Stern in Essen sollen demnächst barrierefrei sein. Vorher gibt es aber noch Einschränkungen.

Wer auf den Linien der Ruhrbahn nach Rüttenscheid oder Bredeney unterwegs ist, kann an einigen Haltestationen nicht barrierefrei ein- oder aussteigen. Die Verkehrsbetriebe wollen allerdings auch auf der Südstrecke den Standard, der bereits im übrigen Stadtgebiet zur Selbstverständlichkeit geworden ist, auch hier schaffen. Niederflurwagen sollen zum Einsatz kommen. Doch vorher sind aufwändige Umbauten erforderlich. Derzeit ist die U-Bahn-Station Rüttenscheider Stern an der Reihe.

Einschränkungen für die Fahrgäste an der U-Bahn-Station in Essen-Rüttenscheid

Für die Fahrgäste heißt es, dass sie nicht nur momentan, sondern für mehrere Wochen Einschränkungen in Kauf nehmen müssen. Das betrifft auch die Zugänge der Station. Während zunächst die Auf- und Abgänge über die Bertoldstraße und Süthers Garten laut Ruhrbahn nicht zur Verfügung stehen, folgen dann Rosa- und Zweigertstraße, anschließend die Klarastraße. Um die Elektronik zu erneuern und den Brandschutz auf den aktuellen Stand zu bringen, seien zudem Arbeiten am Hauptzugang Rüttenscheider Stern notwendig. Die Sperrung hier dauere ein bis zwei Wochen, Aufzug inklusive. Kunden, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, könnten alternativ den U-Bahnhof Martinstraße nutzen, erklärt die Ruhrbahn.

Stationen an der Martin- und Florastraße werden ebenso noch umgerüstet

Während das Equipment für die Bahnhofsausstattung installiert wird, erfolgen darüber hinaus noch wesentliche Veränderungen im U-Bahnbereich. Rund ein Drittel des 90 Meter langen Bahnsteigs wird abgesenkt, damit dort die Niederflurwagen halten können, der übrige Abschnitt ist dann für den Stopp der Hochflurwagen vorgesehen. Darüber hinaus werden auch die Schienen um einige Zentimeter niedriger gelegt, damit Bahnsteig und Ein- und Ausstiege der Bahnen auf gleicher Höhe sind.

Bis der gesamte Umbau, der rund 3,7 Millionen Euro kostet, abgeschlossen sein wird, gehen nach Aussage der Ruhrbahn rund zwei Jahre ins Land. In dem Zeitraum soll aber auch die Station Martinstraße umgerüstet werden, der unterirdische Bahnhof an der Florastraße erfolgt im Nachgang. Während der zwingend erforderlichen Gleisarbeiten müsse man vorübergehend auch die Strecke sperren, so das Unternehmen. Das werde aber erst in mehr als einem Jahr der Fall sein.

Ruhrbahn investiert 77 Millionen Euro für neue Wagen

Eine Änderung werde noch auf die Fahrgäste am Stern zukommen, erklärt das Unternehmen: Die Rolltreppe, die momentan noch vom Bahnsteig in nördlicher Richtung auf die Zwischenebene führt, entfällt und wird durch eine Treppe ersetzt. Durch das Absenken des Bahnsteiges bleibt nicht mehr ausreichend Platz für das komplette Fahrtreppenkonstruktion. Die Kunden könnten aber alternativ die Rolltreppe in südlicher Richtung nehmen und würden dann über den Ausgang Rüttenscheider Stern nach draußen gelangen.

Ab dem Jahr 2022 will der Verkehrsbetrieb auf der Südstrecke die Bahnen der älteren Generation nach und nach zu Gunsten der neuen Modelle austauschen. Insgesamt sollen 26 Wagen angeschafft werden. Das Unternehmen rechnet mit einem Investitionsvolumen von rund 77 Millionen Euro.

Wer sich schon einmal anschauen wolle, wie die Bahnsteige künftig am Stern und an der Martinstraße aussehen, der habe dazu an der Station Philharmonie Gelegenheit, heißt es von Seiten der Ruhrbahn. Dort sei der Umbau bereits in den vergangenen Jahren erfolgt.

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