Kopftuch am Arbeitsplatz

Türkischer Elternverband mahnt beim Kopftuch zur Mäßigung

Der Türkische Elternverband Ruhr rät muslimischen Frauen und Schulabgängerinnen zu einer gemäßigten Haltung in der Frage des Kopftuchs am Arbeitsplatz.

Der Türkische Elternverband Ruhr rät muslimischen Frauen und Schulabgängerinnen zu einer gemäßigten Haltung in der Frage des Kopftuchs am Arbeitsplatz.

Foto: dpa

Essen.   Ali Sak, Vorsitzender des türkischen Elternverbands Ruhr: „Die Rechte des Arbeitgebers gehen vor und der Islam verlangt explizit kein Kopftuch.“

Der Vorsitzende des türkischen Elternverbands Ruhr, Ali Sak, rät muslimischen Frauen zu einer gemäßigten Haltung in der Frage des Kopftuchs am Arbeitsplatz. „Die Rechte des Arbeitgebers haben Vorrang vor der Religion.“

Ali Sak, der am Universitätsklinik Essen ein Krebsforschungslabor leitet und auch Bundesvorsitzender türkischer Elternvereine ist, deutet den Koran so: „In unserer islamischen Religion ist das Kopftuch nicht explizit vorgeschrieben.“ Die türkischen Elternverbände in Deutschland seien „religiös und politisch unabhängig“.

Sak räumt ein, dass das Tragen des Kopftuchs am Arbeitsplatz vielen Arbeitgebern Schwierigkeiten bereiten könne – etwa in Bereichen, wo Mitarbeiterinnen Kundenkontakt haben. Wenn ein Arbeitgeber begründete Vorbehalte gegen das islamische Kopftuch äußere, müsse sich die muslimische Bewerberin in entscheiden,ob sie auf die Stelle verzichte oder während der Arbeitszeit das Kopftuch ablege.

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