Tiere in Not

Tierheim Essen auf der Suche: Wer gibt „Patron“ ein Zuhause?

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Tiere aus dem Heim: Was man vor der Adoption beachten sollte

Tiere aus dem Heim- Was man vor der Adoption beachten sollte

In den Tierheimen in NRW warten viele Tiere auf ein neues Zuhause. Wer ein Tier haben möchte, sollte sich vorher die richtigen Fragen stellen.

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Essen.  Das Tierheim Essen sucht für Tiere ein Zuhause: Auch Hund „Krümel“ soll vermittelt werden. Welche Tiere noch in Not sind, lesen Sie hier.

Ob Hunde, Katzen, Kaninchen oder Exoten wie Schlangen: Im Tierheim Essen warten sie auf ein neues Zuhause. Diese Übersicht zeigt, welche Tiere aktuell auf eine Vermittlung warten.

Das Tierheim Essen weist in der Corona-Pandemie aber auf folgendes hin: Aufgrund der Coronaschutzverordnung bleibt das Tierheim bis auf weiteres geschlossen und eine Vermittlung ist nur nach Termin möglich. Bei Interesse an einem Schützling wird gebeten, dass sich Interessentinnen und Interessenten telefonisch melden. Die Telefonnummer lautet: 0201/ 8372350.

Tierheim Essen: Diese Tiere suchen ein neues Zuhause:

Patron: Dies ist Patron, ein American-Staffordshire-Terrier-Mischling. Um es kurz zu machen: Er muss noch erzogen werden. Im Tierheim arbeiten sie gerade daran, dass er nicht ständig aus Freude in die Arme und Beine von Menschen schnappt. Auch sonst muss er das mit den Regeln und Grenzen beigebracht bekommen. In seinem neuen Zuhause kann er eine Weile alleine bleiben, möchte aber gern erstens der einzige Hund sein, und Kinder im Haushalt wären auch nicht ganz passend.

Krümel: Dies ist Krümel (3). Das ist ein lustiger Name, und der Katalanische Hirtenhund-Mischling sieht sehr freundlich aus. Doch das Tierheim warnt: „Man sollte sich von seinem putzigen Aussehen und verspielten Auftreten nicht täuschen lassen, denn er hat es faustdick hinter den Ohren.“ Herrjemine, das hört sich wirklich nicht gut an: „Futterneidisch“ ist er, berichtet das Tierheim, und ungefragt anfassen lässt er sich auch nicht gern, und überhaupt: Wild, gelehrig, stur. Eine Kombination für, sagen wir, erfahrene Hundebesitzer, die eine neue Herausforderung suchen. Eine Herausforderung, die auf den Namen „Krümel“ hört. Oder auch nicht, denn er ist ja stur. Ob er sich extra taub stellen kann?

Kater Salem: Dies ist Kater Salem, und das pechschwarze Tier hat eine krasse Biographie. Wenn Katzen Bücher schreiben könnten . . . Salem hat nämlich auf der Straße gelebt, wurde schwer verletzt eingefangen, sein Schwanz musste amputiert werden. Er ist sehr schüchtern und braucht lange, um Vertrauen zu fassen, kommt aber gut mit anderen Katzen klar. Salem braucht eine Wohnung mit abgesichertem Balkon oder Garten. Mittlerweile ist er wieder gesund und munter.

Sechs Kaninchen: Hoppla, hier kommen Klopfer, Dobbi, Lina, Kassandra, Piti Platsch und Blümchen. Sechs Kaninchen, allein Dobbi ist übrigens kastriert. „Am liebsten würde die energiegeladene Bande zusammenbleiben“, stellt das Tierheim fest; die Langohren werden aber auch paarweise abgegeben. In der warmen Jahreszeit wäre es schön, wenn sie einen Außenstall hätten.

Tommy: Kater Tommy ist schon 12 Jahre alt, hat immer allein gelebt und war nie unter anderen Katzen, war auch nie draußen, höchstens auf einem gesicherten Balkon. Entsprechend schüchtern tritt er derzeit im Tierheim auf, die Situation überfordert ihn ein bisschen. Es scheint so zu sein, dass er mit Männern besser klarkommt als mit Frauen. Wer nimmt diesen Katzenkater auf, der wegen einer Krankheit („Struvitsteine“) derzeit ein spezielles Futter braucht?

Wellensittiche: In liebevolle Hände abzugeben: Dieses Wellensittich-Quintett; das Tierheim nennt sie „Manni und seine Freunde“. Wer jetzt von den fünf Vögeln Manni ist, wissen wir nicht, und wieso Manni überhaupt Manni getauft wurde – nun ja. Wie auch immer: Die fünf würden gern zusammenbleiben; man weiß ja, dass Wellensittiche sehr gesellig sind. Wer hat Platz genug für die fünf und Lust, sich mit ihnen zu beschäftigen?

>>> Tierheim Essen hat laufende Kosten von 1,8 Millionen Euro

  • Das Tierheim Essen hatte im Jahr 2020 laufende Kosten von 1,8 Millionen Euro. Personalkosten machen laut Elke Esser-Weckmann (Vorsitzende des Tierschutzvereins) einen wesentlichen Teil aus, gefolgt von den Kosten der Fundtiere. Die versorgt das Tierheim.
  • Da die Versorgung von Fundtieren jedoch eine kommunale Pflichtaufgabe ist und die Stadt kein eigenes Tierheim hat, zahlt sie dafür jährlich 550.000 Euro ans Albert-Schweitzer-Tierheim. Tatsächlich kosteten die Fundtiere das Tierheim aber 960.000 Euro in 2020.
  • Auf der Homepage des Tierheims finden Sie weitere Tiere, die aktuell vermittelt werden: https://www.tierheim-essen.de/

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