Wohnen in Haarzopf

Wohnungsbau: Haarzopfer Bürgerverein fühlt sich übergangen

Sehr gut besucht war der Flohmarkt, der jetzt erstmals im Haarzopfer Bürgerpark stattfand. FOTO:

Sehr gut besucht war der Flohmarkt, der jetzt erstmals im Haarzopfer Bürgerpark stattfand. FOTO:

Foto: Socrates Tassos

Essen-Haarzopf.  Wo kann man in Haarzopf noch bauen? Darüber sind sich der Bürgerverein Haarzopf-Fulerum und das Bürgerforum der Stadt zum Thema Wohnen uneinig.

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Wo soll in Haarzopf weitere Wohnbebauung entstehen? Der Bürgerverein Haarzopf-Fulerum äußert sich kritisch zu dem von der Stadt initiierten Bürgerforum „Wo wollen wir wohnen?“ Die Ergebnisse widersprächen teils denen, die der Bürgerverein in seinem Workshop mit Bürgern vor anderthalb Jahren erarbeitet und der Stadt übermittelt habe. „Unsere Unterstützung gibt es nur für die von uns genannten Flächen“, stellt Philipp Rosenau, zweiter Vorsitzender des Bürgervereins klar. Er kritisiert, dass beim städtischen Bürgerforum jeweils ortsfremde Bürger Vorschläge machen sollten, wo im Stadtteil gebaut werden könne: „Die kennen doch die jeweilige Infrastruktur gar nicht und können nicht abschätzen, welche verkehrlichen Belastungen auf die Anwohner zukämen.“

Stadtteilkonzept Haarzopf-Fulerum entstand in einem Workshop

Zu Beginn des vergangenen Jahres hatte der Bürgerverein zu einem mehrtägigen Workshop eingeladen, um gemeinsam ein Stadtteilkonzept 2030 zu entwickeln. Dabei ging es auch um Flächen, auf denen man sich möglicherweise Wohnungsbau vorstellen könnte. „In den letzten 15 Jahren sind in Haarzopf 13 Hektar Fläche bebaut worden. Irgendwann ist es auch einmal genug“, sagt Rosenau. Schließlich lebe man in einem landwirtschaftlich geprägten Stadtteil. Man wisse natürlich um die Wohnungsnot in Essen und habe der Stadt deshalb etliche Flächen genannt, wo aus Sicht der Haarzopfer weitere Wohnbebauung vertragen könnten.

Einige Flächen lehnt der Bürgerverein für die Bebauung ab

Beim städtischen Forum seien zum Beispiel Flächen wie das Feld am Harscheidweg/Henningweg und eine Fläche im Bereich Raadter Straße/Eststraße/Neulengrund als prüfenswert eingestuft worden. „Diese Flächen lehnen wir als Bürgerverein für eine Bebauung ab“, erklärt Rosenau.

Das Grundstück an der östlichen Humboldtstraße hinter dem evangelischen Gemeindezentrum dagegen habe man im Stadtteilkonzept als bebaubar eingestuft. Die Teilnehmer des städtischen Bürgerforums hätten es dagegen als wenig geeignet für Wohnbebauung gesehen. „Entweder man will unsere Vorschläge oder man will sie nicht“, fordert Rosenau eine klare Linie von der Stadt.

Die Belebung des Bürgerparks Haarzopf ist ein wichtiges Ziel

In einem anderen Punkt laufe die Zusammenarbeit mit der Stadt dagegen gut: Der Bürgerverein Haarzopf-Fulerum habe sich vertraglich verpflichtet, sich um die regelmäßige Pflege des Bürgerparks zwischen den Straßen Auf’m Bögel und Rottmannshof zu kümmern. Für den Zustand der Wege und für Baumfällungen sei weiter die Stadttochter Grün und Gruga zuständig. „Die Stadt hat jetzt im Frühjahr mit einem radikalen Grundschnitt Ordnung im Park geschaffen. Das war gut so“, so Philipp Rosenau. Mit dem neuen Mähgerät, zu dem die Bezirksvertretung III 1000 Euro und der Bürgerverein 900 Euro beigetragen hatten, werde man sich jetzt regelmäßig um die Rasenpflege kümmern.

Der erste große Flohmarkt war gut besucht

Die erste große Veranstaltung zur Belebung des Parks sei sehr gut gelaufen. 100 Aussteller und hunderte von Besuchern beteiligten sich am ersten Haarzopfer Flohmarkt am Wochenende. „Es war ideales Wetter, viele sind auf dem Weg ins Wahllokal vorbeigekommen, die 600 Würstchen waren um 15 Uhr ausverkauft“, fasst Philipp Rosenau zusammen.

Aufgrund des großen Erfolgs soll die Veranstaltung im nächsten Jahr wiederholt werden. „Es gab sogar den Wunsch, zweimal im Jahr so einen Flohmarkt auszurichten. Das ist aber organisatorisch nicht zu leisten“, so Rosenau.

Der erste Tag der Vereine am Sonntag, 7. Juli, ab 12 Uhr, soll ein weiterer Höhepunkt im Bürgerpark werden. „Wir wollen gerade den Haarzopfer Neubürgern aufzeigen, welche Vereine es hier gibt“, sagt der Bürgervereinsvorsitzende Horst Holtwiesche.

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