Sportzentrum

TV Bredeney stockt Vereinshaus an der Meisenburgstraße auf

Die Pläne für den Umbau des Sportzentrums betrachten Fatma Kayadelen und Gerhard Schupp.

Foto: Socrates Tassos

Die Pläne für den Umbau des Sportzentrums betrachten Fatma Kayadelen und Gerhard Schupp. Foto: Socrates Tassos

Essen-Bredeney.   Der Bau der zweiten Etage beginnt im Sommer und kostet rund 400 000 Euro. Ab 2018 gibt es mehr Platz für Reha-Sport und Gerätetraining.

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Der TV Bredeney 1895 wird in diesem Jahr sein Vereinshaus an der Meisenburgstraße flächenmäßig verdoppeln. Der Ausbau kostet rund 400 000 Euro, die Arbeiten sollen im Juni/Juli starten, so dass der Betrieb zum Jahresanfang 2018 beginnen kann. „Da wir uns hier nicht ausdehnen können, werden die neuen Räume auf das bestehende Sportzentrum als zweites Stockwerk aufgebaut“, erklärt Geschäftsführer Gerhard Schupp. Auf zusätzlichen 280 Quadratmetern soll der orthopädische Reha-Sport ausgeweitet und Raum für einen Kraft-Ausdauer-Zirkel geschaffen werden, bei dem an Geräten trainiert wird.

Seit 2003 bietet der Verein Sportkurse an

Von der Stadt erhält der Verein einen Zuschuss von 80 000 Euro, 120 000 Euro stelle der Verein aus eigenen Mitteln bereit, für den Rest müsse man ein Darlehen aufnehmen. Sponsoren gebe es nicht. Da jetzt die Finanzierung stehe, könne die Ausschreibung erfolgen. Eigentlich habe der TV Bredeney schon 2016 mit der Erweiterung beginnen wollen, man habe aber ein Jahr auf die Baugenehmigung gewartet, die erst im Dezember 2016 eingetroffen sei.

Laut Gerhard Schupp beginnt für den TV Bredeney jetzt die dritte Phase des Vereinslebens. Zur Gründungszeit war es ein reiner Turnverein. Damals sei noch in den Sälen der Gastwirtschaften geturnt worden. Später kamen Sportarten wie Volleyball, Rhönradturnen und Tanz dazu.

„Was fehlt, sind Mitglieder zwischen 20 und 50“, so der Geschäftsführer. Irgendwann sei die Mitgliederzahl insgesamt so stark zurückgegangen, dass man sich auf Anregung des Landessportbundes entschlossen habe, Kurse anzubieten. Dazu wurde das Vereinshaus gebaut.

Heute hat der TV Bredeney rund 400 Mitglieder

Dort finden seit 2003 Yoga, Pilates, Qigong, Konditionstraining, Wirbelsäulengymnastik und Akrobatik statt, die zum großen Teil von Frauen gebucht werden. Die Idee, Kurse anzubieten, habe sich für den Verein bezahlt gemacht, für viele Angebote gebe es bereits einen Aufnahmestopp. Heute hat der TV Bredeney rund 400 Vereinsmitglieder, dazu kommen mehr als 400 Kursteilnehmer.

Mit dem Start der Kurse 2003 wurde Fatma Kayadelen, ehemaliges Mitglied der Taekwondo-Nationalmannschaft und studierte Sportwissenschaftlerin, zur Geschäftsstellenleiterin. „Wir wollen jetzt verstärkt Männer ansprechen, die sich eher für das Training an Geräten interessieren und zeitlich flexibler sein wollen“, sagt sie. Man wolle keine „Mucki-Bude“ schaffen, sondern ein chip-gesteuertes Maschinensystem aufbauen.

Beim Training geht es um den Muskelerhalt

Nach einer Einweisung werde der Chip so programmiert, dass sich die Geräte automatisch auf den jeweiligen Nutzer einstellten. Beim Training gehe es um Muskelerhalt und -aufbau. Nach einigen Wochen werde das per App gesteuerte Programm dem Leistungsstand angepasst.

Man wechsele während des Zirkels nach einigen Wiederholungen die Station, so dass man mit dem Programm in einer halben bis dreiviertel Stunde fertig sei, erklärt Fatma Kayadelen. Geplant sei ein Monatsbeitrag von rund 30 Euro, trainieren könne man flexibel innerhalb der Öffnungszeiten. „Wahrscheinlich wird von 8 bis 22 Uhr geöffnet sein. Wir wollen uns aber am Bedarf orientieren“, sagt Schupp.

Aufstockung als Schutz vor Vandalismus

Der Geschäftsführer erhofft sich von der Aufstockung auch mehr Schutz vor Vandalismus, nachdem zuletzt vier Mal eingebrochen worden war. Mehrfach waren die Oberlichter eingetreten worden, das sei bei zwei Stockwerken nicht mehr möglich. Während der Bauzeit gehe der Sportbetrieb weiter.

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