Kirche

St. Lambertus stellt Pfarrgemeinde für die Zukunft auf

Das Zukunftskonzept Stadtwald der Pfarrei St. Lambertus beinhaltet die Konzentration auf ein einziges Grundstück – und in absehbarer Zeit den Verzicht auf die Kirche St. Theresia in ihrer heutigen Form.

Foto: Stefan Arend

Das Zukunftskonzept Stadtwald der Pfarrei St. Lambertus beinhaltet die Konzentration auf ein einziges Grundstück – und in absehbarer Zeit den Verzicht auf die Kirche St. Theresia in ihrer heutigen Form. Foto: Stefan Arend

Essen-Bergerhausen/Rellinghausen/Rüttenscheid.   Die kath. Pfarrei St. Lambertus hat den Mitgliedern das Ergebnis des Votums mitgeteilt. Es stieß auf positive Resonanz. Wie es nun weitergeht.

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Schrumpfende Mitgliederzahlen und schwierige Finanzen: Der Pfarreientwicklungsprozess erfordert in allen Gemeinden des Bistums Essen wie berichtet Einschnitte. „Wir bleiben dennoch in allen Stadtteilen im Essener Süden präsent“, erklärt Wolfgang Hofemeister, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates der Pfarrei St. Lambertus, zum Votum.

Nicht von heute auf morgen werden die einzelnen Vorhaben, die das Votum beinhaltet, umgesetzt. Eine Arbeitsgruppe soll, wenn es vom Bistum befürwortet worden ist, ab 2018 die genauen Pläne ausarbeiten. Also wo und in welchem Umfang zum Beispiel künftig Messen abgehalten werden, wie Gemeinde- und Jugendarbeit stattfinden wird, welche personelle Ausstattung nötig ist. „Bisher gibt es für das alles aber noch keinen Zeitplan.“

Über 200 Leute besuchten Gemeindeversammlung

Am vergangenen Samstag war das Votum den Gemeindemitgliedern mitgeteilt worden. Die Versammlung fand in der evangelischen Kirche Rellinghausen statt. Nicht nur, um neutrales Terrain zu haben, „sondern vor allem, weil für die Vielzahl der Besucher auch genug Parkplätze vorhanden sein sollten“. Und das sei eben auf dem Grundstück der evangelischen Kirche der Fall. „Immerhin kamen über 200 Leute, was zeigt, dass die Entwicklung unserer Pfarrei den Menschen wichtig ist“, ist der Eindruck von Wolfgang Hofemeister.

Zu St. Lambertus gehören die katholischen Gemeinden in Rellinghausen/Stadtwald, Bergerhausen und Rüttenscheid/Südviertel mit insgesamt 20 000 Katholiken. Der Pfarreientwicklungsprozess trägt den Titel „Emmaus 2017“. Hofemeister: „Damit kommt zum Ausdruck, dass die Kirche unterwegs ist mit Jesus Christus.“ Im Laufe des zweijährigen Prozesses gab es u.a. eine Umfrage bei Mitgliedern ab 18 Jahren sowie eine Online-Jugendumfrage. An diesen Umfragen haben sich fast 20 Prozent aller Pfarrmitglieder beteiligt. Das Ergebnis ist in das Votum eingeflossen. Überdies haben sich acht Arbeitsgruppen mit verschiedenen Aspekten des Gemeindelebens beschäftigt.

Vier Kirchen bleiben bestehen

Die Pfarrei St. Lambertus hat sich zum Ziel gesetzt, dass die Kirchen St. Andreas und St. Ludgerus in Rüttenscheid sowie die Kirchen St. Hubertus in Bergerhausen und St. Lambertus in Rellinghausen bestehen bleiben. „Dafür haben wir ein tragfähiges Konzept entwickelt, dass bei den Gemeindemitgliedern gut ankommt“, sagt Hofemeister. Gleichwohl gibt es Einschnitte. St. Theresia in Stadtwald wird geschlossen, ebenso fällt der Gemeindesaal St. Andreas weg.

>> Die katholische Pfarrgemeinde St. Lambertus

Die Pfarrei St. Lambertus besteht aus vier Gemeinden: St. Lambertus Rellinghausen, St. Hubertus und Raphael Bergerhausen, St. Andreas sowie St. Ludgerus und Martin Rüttenscheid.

2009 gehörten 22 000 Menschen der Pfarrei an, 2016 waren es 20 500. Die größte Fluktuation findet im Stadtteil Rüttenscheid statt: 2000 Gläubige ziehen weg bzw. kommen jährlich hinzu.

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