Fusion der Ortsvereine

SPD-Ortsvereine Bergerhausen und Stadtwald fusionieren

Der Verkehr auf der Ruhrallee wird weiter ein wichtiges Thema im neu gegründeten SPD-Ortsverein bleiben.

Foto: Walter Buchholz

Der Verkehr auf der Ruhrallee wird weiter ein wichtiges Thema im neu gegründeten SPD-Ortsverein bleiben. Foto: Walter Buchholz

Essen-Bergerhausen/Stadtwald.   Die Sozialdemokraten in Bergerhausen und Stadtwald haben sich zusammengeschlossen. Der neue Vorsitzende Deniz Schumacher setzt auf Bürgernähe.

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Die SPD zieht auf Stadtteilebene Konsequenzen aus dem Mitgliederschwund, der demografischen Entwicklung und den schlechten Wahlergebnissen. Zum 1. Oktober sind die Ortsvereine Bergerhausen und Stadtwald fusioniert. Neuer Vorsitzender ist der freiberufliche Unternehmensberater Deniz Schumacher (29).

„Ich schätze, andere Ortsvereine werden künftig diesem Beispiel folgen“, sagt der auf der Gründungsversammlung am Sonntag frisch gekürte Vorsitzende. Nach Werden-Bredeney und Bochold-Bergeborbeck sei es der dritte SPD-Ortsverein in Essen, der diesen Weg gehe. „Wobei es in Bochold-Bergeborbeck die Besonderheit gibt, dass sie sich schon wieder getrennt haben“, ergänzt Schumacher, der davon ausgeht, dass die Zusammenarbeit in Bergerhausen-Stadtwald klappen wird.

Die Idee zu der Fusion sei nach der letzten Weihnachtsfeier des SPD-Ortsvereins Stadtwald entstanden, zu der nur drei Mitglieder erschienen waren, erklärt der bisherige Vorsitzende der SPD Bergerhausen, Lutz Coenen. Da man bei Fusionen im eigenen Bezirk bleiben müsse, wären als Partner ansonsten Rüttenscheid und Rellinghausen in Frage gekommen. Man habe sich aber für die Kombination Bergerhausen-Stadtwald entschieden.

Unterbezirk hat ursprüngliche Ortsvereine aufgelöst

„Sollte sich Rellinghausen irgendwann auch zur Fusion entschließen, würden wir sie mit offenen Armen empfangen“, ergänzt der neue Vorsitzende Schumacher, der zuvor Beisitzer im Bergerhauser Ortsvereinsvorstand war.

Die beiden ursprünglichen Ortsvereine habe der Unterbezirk aufgelöst. Die Gründungsversammlung fand jetzt unter Leitung des Essener SPD-Vorsitzenden Thomas Kutschaty statt. „Wir sind jetzt der drittgrößte SPD-Ortsverein in Essen“, erklärt Lutz Coenen, der wie seine Kollegin Sandra Paß aus Stadtwald den Vorsitz abgegeben hat. Beide gehören dem neuen Vorstand als Beisitzer an. „Wir sind beide derzeit beruflich sehr eingebunden, so dass die Neugründung ein guter Zeitpunkt war, den Vorsitz abzugeben“, so Coenen.

Vorsitzender will sich in Vereinen und Kitas vorstellen

Der neue Ortsverein setze sich aus 130 Bergerhausern und 60 Mitgliedern aus Stadtwald zusammen. Themen sollen weiterhin der Ruhrallee-Tunnel, Bordstein-Absenkungen für gehbehinderte Menschen und die Baustellen in Bergerhausen sein. Deniz Schumacher setzt als neuer Vorsitzender auf Bürgernähe und stärkere Präsenz vor Ort. „Ich werden mich jetzt erst einmal bei Vereinen, Schulen, Kindergärten und Geschäften vorstellen. Die Vernetzung ist wichtig“, sagt er. „Mich haben nicht nur die massiven Verluste der SPD erschreckt, sondern auch die vielen AfD-Wähler in Bergerhausen“, erklärt Schumacher.

Auch die Tatsache, dass von den bisherigen Vorstandsmitgliedern nur drei unter 60 Jahren gewesen seien, sei für die Arbeit im Ortsverein nicht förderlich gewesen. Angesichts dieser Faktoren habe man beschlossen, die Kräfte für die Zukunft zu bündeln.

Bindeglied zwischen Bürgern und Mandatsträgern

Schumacher sieht sich als Ortsvereinsvorsitzender als Bindeglied zwischen Bürgern und Mandatsträgern. Vor Ort gehe es um kleinteilige Probleme wie den Abfallcontainer bei der Arbeiterwohlfahrt Bergerhausen oder die Ampelanlage an der Ahrfeldstraße. Als stellvertretende Vorsitzende des neuen SPD-Ortsvereins wurden Ex-Oberbürgermeister Reinhard Paß (Stadtwald) und Bezirksvertreter Andreas Gosdzick (Bergerhausen) gewählt. Die genaue strategische Ausrichtung werde bei einer Klausurtagung im Dezember festgelegt.

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