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Rotarier zeichnen Verein Integrationsmodell Essen aus

Joachim Vog, stellv. Präsident des Rotary Club Essen-Gruga (Mitte) überreichte Urkunden für die Gewinner des Wettbewerbs Sozialprojekte an Tim Baumeister (Rotaract, l.) und Magdalena Merkel (Integrationsprojekt Billebrinkhöhe).

Foto: Knut Vahlensieck

Joachim Vog, stellv. Präsident des Rotary Club Essen-Gruga (Mitte) überreichte Urkunden für die Gewinner des Wettbewerbs Sozialprojekte an Tim Baumeister (Rotaract, l.) und Magdalena Merkel (Integrationsprojekt Billebrinkhöhe). Foto: Knut Vahlensieck

Essen-Bergerhausen.  Der Verein Integrationsmodell Essen will aus einem Gemeindehaus in Bergerhausen ein integratives Kulturzentrum machen. Das ist preiswürdig.

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Um kulturelle Angebote, die Menschen mit Behinderung einschließen sollen, dauerhaft zu ermöglichen, will der Verein Integrationsmodell Essen das kleine Gemeindezentrum Billebrinkhöhe in Bergerhausen übernehmen. Für das Konzept des „Forums Billebrinkhöhe“ hat der Gesellschaftsclub Rotary Essen-Gruga den Verein bei einem Wettbewerb für Essener Sozialdienste ausgezeichnet.

23 Projekte haben sich beworben, nachdem der Rotary Club Essen-Gruga den Wettbewerb ausgelobt hatte. „Wir wollen das Engagement in und für die Stadt belohnen“, erläutert Henner Mahlstedt, der im Club für Sozialprojekte zuständig ist. Wichtige Kriterien bei der Bewertung waren Nachhaltigkeit, der Vorbild-Charakter, die Möglichkeit, mit dem Preisgeld von insgesamt 10 000 Euro dem Projekt Eigenverantwortlichkeit zu ermöglichen – und die Möglichkeit für die Clubmitglieder, selbst anzupacken. „Wir wollen und uns auch über den finanziellen Rahmen hinaus engagieren“, betont Mahlstedt,

Genehmigung der Stadt zog sich hin

Diese Punkte sah die Jury, die über die Bewerbungen diskutiert hat, am besten erfüllt. Schon seit Ende 2015 ist die Übernahme des evangelischen Zentrums auf der Billebrinkhöhe durch das Integrationsmodell im Gespräch, ursprünglich sollte die Übernahme zum Jahreswechsel 2015/2016 erfolgen. Doch die Genehmigung des erforderlichen Nutzungsänderungsantrags durch die Stadt Essen zog sich hin.

„Seit rund vier Wochen haben wir die Genehmigung, bauliche Veränderungen vornehmen zu dürfen, um dem Brandschutz zu genügen“, so Magdalene Merkel, Ehrenamtsbeauftragte des Hauses. So müsse am Kirchenraum ein Notausgang gebaut werden, auch der untere Bereich bekomme einen Ausgang.

Zudem müssten die Wände zweier Gruppenräume gestrichen, Vorhänge, Sessel-Bezüge und Toiletten erneuert, eine Fensterfront neu bepflanzt werden. Auch neue Beleuchtungen müssen in den Räumen angebracht werden. Genug zum Anpacken also für die Rotarier.

80 Ehrenamtler engagieren sich im Verein

Das Forum Billebrinkhöhe nutzt die Räumlichkeiten bereits seit Jahren. Um die 80 Ehrenamtlichen engagieren sich in dem Verein, ermöglichen Menschen aller Nationen, mit und ohne Behinderung, sich dort zu entfalten. Theaterstücke, Ausstellungen und Musikprojekte werden hier realisiert, ein politischer Stammtisch lädt zum Diskutieren ein.

Während der Verein Integrationsmodell öffentliche Mittel für Pflege und Betreuung behinderter Menschen im Betreuten Wohnen erhält, muss sich das Haus selbst tragen. Dafür soll eine Fördergemeinschaft innerhalb von vier Jahren sorgen.

Zuschuss für die Gestaltung der Gruppenräume

Mit Kosten von 20 000 Euro für die Gestaltung der Gruppenräume, Flure und Toiletten rechnet der Verein. 6000 Euro davon bekommen sie nun als Erstplatzierte des Wettbewerbs.

Platz Zwei und damit die übrigen 4000 Euro gehen an den Rotaract Club Essen, der Jugend-Organisation der Rotarier. Die Mitglieder wollen Klassen- und Gemeinschaftsräume von Essener Grundschulen renovieren: Als erstes haben sie die Schule an der Heinrich-Strunk-Straße in Altendorf im Visier.

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