Stadtgestaltung

Park hinter dem Wasserturm soll wieder Treffpunkt werden

Der Diether-Krebs-Platz hinter dem Wasserturm an der Steeler Straße wird bis zum Frühjahr umgestaltet. Das hat die Bezirksvertretung beschlossen.

Der Diether-Krebs-Platz hinter dem Wasserturm an der Steeler Straße wird bis zum Frühjahr umgestaltet. Das hat die Bezirksvertretung beschlossen.

Foto: Walter Fischer

Essen-Südostviertel.   Der Diether-Krebs-Platz wird mit Geld vom Projektbüro Grüne Hauptstadt und der Bezirksvertretung umgestaltet. Bänke und Beleuchtung sind geplant.

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Der Diether-Krebs-Platz hinter dem Wasserturm an der Steeler Straße wird umgestaltet. Das hat die Bezirksvertretung I beschlossen. Die Arbeiten haben bereits begonnen und sollen im Frühjahr abgeschlossen werden, erklärt Bezirksbürgermeister Frank Mußhoff (SPD). Bereits vor Jahren habe es Bestrebungen gegeben, den Platz unmittelbar an der A 40 attraktiver zu machen. Die Grünfläche war 1902 als Ostpark angelegt worden. Sie wurde im November 2011 nach dem im Südostviertel aufgewachsenen Schauspieler und Kabarettisten in Diether-Krebs-Platz umbenannt.

Die Gestaltung des Areals durch Künstler sei seinerzeit aus Kostengründen verworfen worden. „Jetzt haben wir die Gelegenheit ergriffen, Mittel der Grünen Hauptstadt für die Platzumgestaltung zu bekommen“, so der Bezirksbürgermeister. Wenn die BV die gleiche Summe beisteuere, gebe es maximal 25 000 Euro aus dem Topf der Grünen Hauptstadt, so die Vorgabe. Die geforderte Summe habe man laut Mußhoff gern bereitgestellt. „Und da wir das Jahr über vernünftig gewirtschaftet haben, können wir auch die Restsumme aus unseren normalen BV-Mitteln finanzieren“, erklärt er.

Insgesamt soll die Umgestaltung der Grünfläche – eine der wenigen im Südostviertel – rund 90 000 Euro kosten. Der Bewuchs zur Markgrafenstraße sei schon beschnitten worden. Der große Baum in der Platzmitte, der dem Pfingststurm Ela zum Opfer gefallen war, werde durch eine Esskastanie ersetzt. Die Fläche, auf der Kunden der im Wasserturm beheimateten Essener Tafel warteten, werde gepflastert, so dass die Menschen dort bei schlechtem Wetter nicht mehr im Matsch stehen müssten.

Beleuchtung soll für mehr Sicherheit sorgen

Es werde neue Wege geben und eine Beleuchtung, um Angsträumen entgegenzuwirken, so Mußhoff. Bänke, Abfallbehälter und Stationen für Hundekotbeutel würden ebenfalls eingeplant. Einige Ideen, wie eine Toilettenanlage auf dem Platz, ließen sich – schon aufgrund der Folgekosten – nicht realisieren. „Es werden Strom- und Wasseranschlüsse gelegt, so dass wir die Fläche auch für Feste und ähnliche Veranstaltungen nutzen können“, sagt der Bezirksbürgermeister. Ziel sei es, einen Platz zu schaffen, an dem sich die Bewohner des dicht besiedelten Südostviertels treffen könnten. „Wir erwarten von den Bürgern, dass sie den Platz nach der Umgestaltung auch annehmen und selbst bespielen“, so Peter Valerius, CDU-Fraktionschef in der BV I. Die CDU habe dem Projekt zugestimmt, „obwohl das schon viel Geld für eine einzige Maßnahme ist“.

Begrünung von Masten soll 2018 realisiert werden

„Ursprünglich wollten wir ja im Jahr der Grünen Hauptstadt Oberleitungsmasten an der Steeler Straße begrünen. Das hat dann aber leider nicht geklappt“, sagt Susanne Kirchhoff, SPD-Fraktionsvorsitzende in der BV I. „Das behalten wir aber im Auge und wollen es aus den BV-Mitteln im kommenden Jahr trotzdem realisieren“, betont Frank Mußhoff.

Der Ostpark war 1902 auf einer Fläche von 1,25 Hektar angelegt und später verkleinert worden. Er sollte Ausgleichsfläche zu den seit der Industrialisierung eng bebauten Wohnquartieren im Umfeld sein.

Gedenkstein erinnert an getötete Polizisten

In die Neugestaltung integriert wird ein Gedenkstein, der seit der Weimarer Republik auf der Grünfläche steht. Er führt laut Stadt die Namen aller 40 Sicherheitspolizisten und Anhänger der Einwohnerwehr auf, die im März 1920 in Essen getötet worden waren (Kapp-Putsch).

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde der Ostpark auch als Veranstaltungsort für Konzerte genutzt. Aus städtebaulichen Gründen, insbesondere für den Bau der A 40 in den 1960er Jahren, büßte der Ostpark an Fläche ein. Im benachbarten Wasserturm gab es früher ein Restaurant. Heute befindet sich dort die Ausgabestelle der Essener Tafel, die von der Parkfläche aus erreichbar ist. Dort werden Lebensmittel an Bedürftige verteilt.

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