Oldtimer-Rallye

Oldtimer-Rallye des Lions Club Ruhrtal für den guten Zweck

Die Rosen von Blumenfee Maxi Hausner hat sich Stefan Bartels redlich verdient: Seinen  Jaguar MK2 pflegt er in der eigenen Oldtimer-Manufaktur im Werdener Löwental. Nun startet er bei der Rallye des Lions Club Ruhrtal.

Die Rosen von Blumenfee Maxi Hausner hat sich Stefan Bartels redlich verdient: Seinen Jaguar MK2 pflegt er in der eigenen Oldtimer-Manufaktur im Werdener Löwental. Nun startet er bei der Rallye des Lions Club Ruhrtal.

Foto: Arndt Paykowski/Lions Club Ruhrtal

Essen-Bredeney.   Erlös der 170 Kilometer langen Ausfahrt soll OP-Raum im Friedensdorf Oberhausen mitfinanzieren. Bis zu 80 Old- und Youngtimer gehen an den Start.

Bislang machte der Lions Club Ruhrtal vor allem durch seine Charity-Golfturniere von sich reden. Jeder Abschlag brachte Geld für notleidende Kinder in Essen. Nun jedoch klemmen sich die „Löwen“ hinter das Lenkrad ausgesuchter Old- und Youngtimer – eine Soforthilfe für das Friedensdorf Oberhausen, wie Präsident Dietrich Gulba sagt. Die Ausfahrt startet am 16. Juni. „Ein paar Plätze haben wir noch frei.“

Die PS-starke Aktion des Lions Club Ruhrtal, der seinen Stammsitz in Villa Hügel hat, kommt nicht von ungefähr. Das Friedensdorf in Oberhausen kümmert sich seit mehr als 60 Jahren um schwerst verletzte oder erkrankte Kinder aus den Krisengebieten dieser Welt. Diese Kinder werden in Deutschland medizinisch behandelt und nach ihrer Genesung wieder zurück in ihre Familien gebracht. Während ihrer Behandlung werden die Kinder von Freiwilligen unterrichtet, so dass sie auch als Behinderte das Leben in ihrer Heimat meistern können.

Für die Behandlung in Deutschland kommt das Friedensdorf mit zahlreichen Freiwilligen und durch Spenden auf. Doch zuletzt geriet dieses System etwas in Schieflage. Lions-Präsident Gulba: „Bislang haben die Ärzte vor Ort notwendige Operationen kostenfrei in Krankenhäusern ausgeführt. Die neue Kostenberechnung im Gesundheitswesen lässt den Kliniken jedoch nicht mehr den Spielraum, dies honorarfrei zu leisten.“

Erlös soll für OP-Raum im Friedensdorf genutzt werden

Folglich muss das Friedensdorf die OP-Kosten durch Spendengelder decken. „Da jedoch viele Operationen ambulant vor Ort durchgeführt werden könnten und es dafür auch immer noch freiwillige Ärzte gibt, die diese kostenfrei anbieten, soll nun im Friedensdorf ein Operationssaal gebaut werden, um die Kosten zu senken. Mit dem Erlös unserer Rallye wollen wir dazu einen ersten Beitrag leisten.“

Gestartet wird am 16. Juni um 9 Uhr vom Firmengelände der Firma Lueg an der Altendorfer Straße im Essener Westviertel. Auf die rund 170 Kilometer lange Schleife gehen historische Automobile in vier Klassen: Vintage Klasse (Baujahre bis 1954), Oldtimer Klasse (1955-1969), Junge Klassiker (1970-1999) und auch zukünftige Klassiker (ab Baujahr 2000). Es ist also für jeden Autoliebhaber etwas dabei.

Siegerehrung nach der Tour

Die Teilnehmer erwartet ein programmreicher Ausflug durch das Bergische Land und entlang der Route der Industriekultur mit Zwischenstationen im Medienhafen Düsseldorf und der Antony-Hütte in Oberhausen, der Wiege der Schwerindustrie im Ruhrgebiet. Eine weitere Zwischenstation wird natürlich auch das Friedensdorf sein. Die Fahrzeuge werden ab 17 Uhr auf dem Firmengelände von Lueg zurückerwartet. „Danach wollen wir bei einem Buffet unsere Tour-Erfahrungen austauschen. Gegen 19.30 Uhr küren wir dann die Sieger und übergeben unsere Spende“, erklärt Dietrich Gulba.

Die Vorbereitungen für die Rallye begannen übrigens bereits im Februar dieses Jahres. Etliche Flyer wurden verteilt und ein spezielles Road-Book erstellt. „Alle Werbeeinnahmen und das Startgeld gehen an das Friedensdorf.“

>> ANMELDUNGEN SIND BIS 31. MAI MÖGLICH

  • Wer aktiv an der Oldtimer-Ausfahrt teilnehmen will, kann sich bis zum 31. Mai anmelden. Das Fahrerfeld ist auf 80 Fahrzeuge begrenzt, doch es gibt noch ein paar freie Plätze.
  • Info und Anmeldeformular auf der Webseite lions-essen-ruhrtal.de). Kontakt: Dietrich Gulba; d-gulba@t-online.de

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