Naturschutz

Naturschutzbund sucht ehrenamtliche Helfer

Der Nabu bewirtschaftet die Streuobstwiese an der Alten Hatzper Straße in Haarzopf. Hier pflücken Peter Galdiga und Gisela Hehmann Äpfel.

Foto: Stefan Arend

Der Nabu bewirtschaftet die Streuobstwiese an der Alten Hatzper Straße in Haarzopf. Hier pflücken Peter Galdiga und Gisela Hehmann Äpfel. Foto: Stefan Arend

Essen-Margarethenhöhe.   Der Nabu Ruhr lädt jetzt einmal im Monat zu Treffen ein, um Ehrenamtliche für seine Aufgaben zu gewinnen. Interessierte können sofort mitmachen.

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Der Naturschutzbund Ruhr (Nabu) sucht Ehrenamtliche, um seine zahlreichen Aufgaben zum Erhalt und zur Wiederherstellung des Ökosystems zu bewältigen. Einmal im Monat gibt es jetzt ein unverbindliches Kennenlerntreffen bei der Nabu-Hütte an der Alten Hatzper Straße in Haarzopf. Die Treffen finden jeweils samstags in der Nähe der Kleingartenanlage Hohe Birk statt, um auch Berufstätigen die Möglichkeit zu geben, mitzumachen.

„Wir starten immer um 9 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück. Dabei können die Gäste die Nabu-Mitglieder kennenlernen und im Anschluss gleich bei Aktionen mitwirken“, sagt Susanne Erbach. Sie ist einzige hauptamtliche Mitarbeiterin in der Nabu-Geschäftsstelle auf der Margarethenhöhe. Die 51-Jährige kümmert sich seit 2014 um Anfragen, organisiert Teilnehmerlisten für Exkursionen, bestellt Material für Info-Stände und Märkte. Sie ist dienstags und donnerstags von 10 bis 14 Uhr in der Geschäftsstelle an der Waldlehne präsent.

„Die Themen, die die Leute interessieren, sind je nach Jahreszeit unterschiedlich“, sagt die studierte Biologin, die auch eine journalistische Ausbildung absolviert hat. Im Frühjahr gehe es um aus dem Nest gefallene Jungvögel, im Sommer um Wespenplage und im Herbst um Pilze oder die Überwinterung von Igeln.

Der Personalbedarf ist unterschiedlich groß

Von den 2660 Mitgliedern des Nabu Ruhr seien rund 100 aktive Helfer, genaue Zahlen gebe es nicht. Die elf Arbeitsgruppen würden von Ehrenamtlichen geleitet, die nicht immer Teilnehmerlisten führten. „Die AGs haben auch ganz unterschiedlichen Personalbedarf“, sagt Susanne Erbach. Während es bei der Eis- oder Greifvogel-Beobachtung eher schwierig und für die Tiere störend sei, mit mehreren Leuten unterwegs zu sein, brauche man für die Aufstellung von Amphibienzäunen zur Krötenwanderung viele Helfer.

Susanne Erbach selbst ist für den Krötenzaun am Schuirweg verantwortlich, organisiert bei entsprechender Witterung im Frühling per E-Mail oder Telefon ihre Helfer. „Mit dem Aufstellen des Zauns ist es ja nicht getan. Wenn die Kröten wandern, müssen die Eimer täglich zweimal geleert und die Tiere zu ihrem Laichgewässer getragen werden.“

Die Flächenpflege ist harte körperliche Arbeit

Viele Helfer brauche man auch zur Flächenpflege auf den Grundstücken, die dem Nabu gehören. Einige würden als Streuobstwiesen genutzt, auf anderen weideten Schafe. Bei der Wiesenpflege werde oft schweres Gerät eingesetzt. „Manche Helfer mögen gerade diese körperliche Arbeit als Ausgleich zum Bürojob und sehen das als Ersatz fürs Fitnessstudio“, weiß Susanne Erbach. Einige Arbeitsgruppen seien das ganze Jahr über beschäftigt, bei anderen, wie der Amphibien-AG, beschränkten sich die Einsätze auf wenige Wochen.

Natürlich sei die Arbeit freiwillig und nicht jeder aus der AG habe zu allen Terminen Zeit. „Wenn man sich für eine Gruppe entschieden hat, muss man auch nicht dabei bleiben, sondern kann sich andere Einsatzgebiete suchen“, so Erbach. Um auch jüngere Ehrenamtliche für den Naturschutz zu gewinnen, setze man auf Flexibilität, die Jugendliche und junge Erwachsene auch im Berufs- und Privatleben zu schätzen wüssten. „Mit dem samstäglichen Treff in Haarzopf wollten wir bewusst ein niederschwelliges Angebot schaffen, bei dem die Teilnehmer gleich mitmachen können, sei es bei der Obsternte, der Pilzsuche oder dem Nistkastenbau“, sagt Susanne Erbach. Nächster Termin ist Samstag, 21. Oktober.

Zahlreiche Exkursionen im Verlauf des Jahres

Der Nabu bietet im Jahresverlauf zahlreiche Exkursionen an, zum Beispiel zu Fledermäusen, Eulen, Pilzen, Wasservögeln, Kräutern und anderen Themen. Die Kinder und Jugendlichen sind in der Naturschutzjugend (Naju) organisiert, die im Jugendzentrum Voßgätters Mühle in Borbeck ansässig ist.Der Nabu ist über das Büro Waldlehne 111 unter Telefon 710 06 99, info@nabu-ruhr.de oder auf www.nabu-ruhr.de zu erreichen.

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