Müllärger

Marktmüll nervt Anwohner auf der Margarethenhöhe

Beim Mittwochsmarkt auf der Margarethenhöhe sind die Händler selbst für die Entsorgung des Mülls zuständig.

Foto: Annalena Dörner

Beim Mittwochsmarkt auf der Margarethenhöhe sind die Händler selbst für die Entsorgung des Mülls zuständig. Foto: Annalena Dörner

Essen-Margarethenhöhe.   Der Abfall wird nur samstags abgeholt. Mittwochs müssen die Händler die Reste selbst entsorgen – was offenbar nicht immer klappt.

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Rolf Kleinekathöfer lebt seit über 50 Jahren auf der Margarethenhöhe und fühlt sich dort sehr wohl. Eines aber ärgert ihn gewaltig: Am Rande des Marktplatzes stapelt sich oft tagelang der Müll, wird vom Wind weiterverteilt. Erst trat das Problem samstags auf, jetzt hat es sich auf den Mittwoch verlagert, berichtet der Anwohner, der direkt auf den Markt schaut. Tatsächlich wird der Marktmüll nur samstags von den Entsorgungsbetrieben Essen (EBE) entfernt, mittwochs sind die Händler selbst verantwortlich.

Für die Touristen, deren Busse täglich am Markt halten, sei der Müll unter den Arkaden kein schöner Anblick, passe auch nicht zur Grünen Hauptstadt, findet Kleine­kathöfer. Auf dem Weg zur frisch restaurierten Toilette müssten die Besucher Berge von Pappe und Papier sowie Reste von Obst- und Gemüse passieren. In der kommenden warmen Jahreszeit befürchtet er eine Geruchsbelästigung: „Das widerspricht eindeutig jeglichen Hygienebestimmungen. Hier entsteht ein gefundener Sammelplatz für Ratten und weiteres Ungeziefer.“

Er habe sich bei den Entsorgungsbetrieben über die übervollen Rollcontainer und den im Umfeld liegenden Müll beschwert und dort durchaus Verständnis gefunden, so der Anwohner. „Doch jetzt sind wir vom Regen in die Traufe gekommen. Bis vor kurzem blieb der Müll von samstags bis dienstags liegen, jetzt bleibt er von mittwochs bis samstags liegen“, wundert er sich. Seiner Ansicht nach wäre es an beiden Tagen erforderlich, den Marktmüll zu beseitigen.

Rollcontainer wurden im April entfernt

EBE-Sprecherin Bettina Hellenkamp betont, dass die Entsorgungsbetriebe nicht für die Reinigung auf dem Markt der Margarethenhöhe zuständig seien. Das organisiere der Marktbetreiber, die Essener Verwertungs- und Betriebs-GmbH (EVB), in Eigenregie. Bis Mitte April hätten dort drei Rollcontainer, die je 1100 Liter fassten, bereitgestanden. „Wenn die nicht reichen, muss man – wie Privatleute auch – größere bestellen“. so Hellenkamp. Die Rollcontainer seien inzwischen auf Wunsch der EVB abgeholt worden.

Für den Samstagsmarkt stelle die EBE jetzt im Auftrag der EVB eine zehn Kubikmeter fassende Müllpresse hin, die nach der Marktzeit wieder abgeholt werde. „Wir sind in diesem Fall Auftragnehmer der EVB“, so Hellenkamp. „Es hat mehrere Beschwerden zum Marktmüll, auch von der Margarethe-Krupp-Stiftung, gegeben“, bestätigt EVB-Geschäftsführer Wolfgang Fröhlich.

Zwei Abholtermine wären zu teuer

Die Rollcontainer hätten nicht ausgereicht, auch weil wohl der ein oder andere dort seine Gartenabfälle entsorgt habe. „Mittwochs sind die Händler verpflichtet, ihren Abfall wieder mitzunehmen. Auf anderen Märkten funktioniert das. Wenn das auf der Margarethenhöhe nicht klappt, müssen wir noch mal Gespräche führen“, so Fröhlich.

Die Entsorgungsbetriebe für beide Termine in der Woche zu beauftragen, sei aus Kostengründen nicht möglich.

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