Telefon-Problem

Margarethenhöhe: Geschäftsfrau kämpft um Telefonanschluss

Vom Netz genommen: Inhaberin Denise Drange wartet weiter auf einen Telefon- und Internetanschluss für ihre Petite Papeterie auf der Margarethenhöhe.

Vom Netz genommen: Inhaberin Denise Drange wartet weiter auf einen Telefon- und Internetanschluss für ihre Petite Papeterie auf der Margarethenhöhe.

Foto: Christof Köpsel / FUNKE Foto Services

Essen-Margarethenhöhe.  Seit ihrem Umzug in ein neues Ladenlokal auf der Margarethenhöhe bemüht sich Denise Drange vergebens um einen Telefon- und Internetanschluss.

Geschäftsfrau Denise Drange beschenkte sich zum vierten Geburtstag ihrer Petite Papeterie am Laubenweg auf der Margarethenhöhe selbst - mit einem neuen Ladenlokal, nur wenige Meter von ihrem alten Standort entfernt. Nur mit dem Telefon gibt es Probleme, die für die Geschäftsfrau Umsatzverluste bedeuten. „Ich habe mich Anfang Mai um einen neuen Anschluss gekümmert“, sagt die Inhaberin des kleinen Ladens. Seitdem wartet sie in ihrem neuen Ladenlokal auf einen Telefon- und Internetanschluss.

Nach zahlreichen Anrufen und dem Versuch, den Anbieter zu wechseln, wurde ihr erklärt, dass es zur Zeit keine freie Leitung seitens der Telekom für ihr Geschäft gebe. Die Telekom will den Fall prüfen, eine Antwort steht noch aus. Falls jedoch ein Hausanschluss verlegt werden müsse, könne dies unter Umständen mehrere Monate dauern, heißt es seitens der Telekom. „Was mit der Leitung des Vorbesitzers passiert ist, weiß leider niemand“, so Denise Drange.

Anschluss muss spätestens für das Weihnachtsgeschäft funktionieren

Der Telefon- und Internetanschluss ist besonders wichtig für die Lotto-Station. NRW-Anbieter Westlotto hat ihr für die Übergangszeit eine Notfallbox mit einem mobilen Router zur Verfügung gestellt. Denise Drange benötigt den Anschluss schnell: „Spätestens zu Weihnachten, wenn es wieder die Lotto-Aktionen und Rubbellos-Adventskalender gibt, muss alles funktionieren.“

Für das Ticketsystem von Rot-Weiss Essen, welches auch mit dem Internet verbunden sein muss, hat Denise Drange eine Zwischenlösung gefunden. Sie bedauert aber, dass „ihre Kunden sie nicht telefonisch erreichen können, um Bestellungen aufzugeben.“ Dieser Service ist besonders wichtig für die älteren Bewohner des Stadtteils. Nach der Schließung des Post-, Lotto- und Zeitschriftenladen auf der neuen Margarethenhöhe ist es für sie eine weite Strecke bis in die Papeterie.

Viele Kunden riefen an, um zu fragen, ob ihre Zigarettenmarke oder Zeitschrift vorrätig ist. Da sie diese Möglichkeit derzeit nicht haben, kämen sie erst gar nicht in den Laden.

Das Ladenlokal wurde kernsaniert

Ansonsten ist Denise Drange mit dem Umzug zufrieden: „Viele Freunde und Verwandte haben mich unterstützt. So haben wir die 150 Kartons an nur einem Wochenende ins neue Geschäft gebracht.“ Dieses ist besser gelegen als das alte Ladenlokal, denn „es befindet sich gegenüber der Apotheke und vor dem Abzweig zu Edeka und zum Markt“, so die Geschäftsfrau.

Doch bevor Denise Drange ins neue Ladenlokal einziehen konnte, wurde es vom Vermieter, der Margarethe-Krupp Stiftung, kernsaniert. Insgesamt investierte die Margarethe-Krupp-Stiftung knapp unter 60.000 Euro in den Umbau. Michael Flachmann, Vorstand der Stiftung, erklärt: „Die Räumlichkeiten waren nach einem langen vorherigen Mietverhältnis renovierungsbedürftig. In diesem Zuge habe wir in Kooperation mit Frau Drange saniert und auch räumliche Zuschnitte verändert.“

Somit stehen der Geschäftsfrau nun 58 Quadratmeter, davon rund 45 Quadratmeter für den Verkauf, zur Verfügung. Diese nutzt sie auch für eine Erweiterung ihres Sortiments. „Wir haben hier im neuen Laden mehr Spielsachen, Schul- und Schreibwaren, Geschenkartikel und auch Merchandising-Artikel der Krupp-Stiftung.“ Zudem führt Denise Drange Zeitungen, Zeitschriften und Tabakwaren.

Keine Umrüstung auf vollwertige Postfiliale

Mit dem Umzug ins neue Ladenlokal überlegte Denise Drange, ihren Paketshop in eine Paketfiliale zu erweitern. Sie erklärt: „Gerne würde ich den Shop in eine Poststation erweitern. Aktuell habe ich keine Waage und kann keine Auslandsfrankierungen und keinen Express-Versand vornehmen.“ Die Umrüstung auf eine Paketfiliale scheiterte an den räumlichen Begebenheiten. „Wir haben leider keinen Platz für den eigenen Computer und die Waage und auch keine Lagerfläche für die Pakete, die nicht bei den Empfängern abgegeben werden können.“

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