Kita-Neubau in Stadtwald

Kritik an Übergangslösung für die Kita Erikapfad

Das Gebäude der Funkestiftung am Reckmannshof 9 steht unter Denkmalschutz. Dort sollen die Kita-Kinder übergangsweise untergebracht werden. Foto: Stefan Arend

Das Gebäude der Funkestiftung am Reckmannshof 9 steht unter Denkmalschutz. Dort sollen die Kita-Kinder übergangsweise untergebracht werden. Foto: Stefan Arend

Essen-Stadtwald/Bredeney.  Wenn die Kita Erikapfad neu gebaut wird, sollen die Kinder in die Funkestiftung umziehen. Noch Klärungsbedarf sehen die Bezirkspolitiker.

Die städtische Kindertagesstätte Erikapfad in Stadtwald soll abgerissen und neu gebaut werden. In der Übergangszeit sollen die Kita-Kinder im Kinderheim Funkestiftung am Reckmanshof in Bredeney untergebracht und betreut werden. Dieses Vorhaben wurde den Politikern der Bezirksvertretung IX jetzt zur Kenntnisnahme vorgelegt. Eigentlich sollte der Rat am 29. Mai über die gesamte Vorlage zum Ausbau des Kinderbildungs- und Betreuungsangebotes entscheiden, doch die Bezirkspolitiker, allen voran Bezirksbürgermeister Michael Bonmann (CDU) haben noch etliche Fragen zum Thema.

Am Erikapfad soll eine dreigruppige Kita entstehen

Das Kita-Gebäude am Erikapfad wird derzeit von zwei Gruppen genutzt. Es soll abgerissen und durch eine dreigruppige Kindertagesstätte ersetzt werden. Laut Vorlage soll der Planungsbeginn 2020 erfolgen.

Die Räumlichkeiten in der Funkestiftung, in die die Kinder während des Abrisses und Neubaus ziehen sollen, werden derzeit noch vom Jugendamt als Büroflächen genutzt, was sich aber zeitnah ändern solle.

Sobald der Auszug erfolgt sei, könne der Umbau in dem denkmalgeschützten Gebäude der Funkestiftung zum Übergangsquartier für die Kita beginnen, heißt es in der Vorlage der Verwaltung. Ein Nutzungsänderungsantrag sei gestellt worden, die Genehmigung stehe noch aus, sei aber in Aussicht gestellt.

Die Interimslösung sei bei den Politikern nicht gut angekommen

Die geplante Interimslösung am Reckmannshof kam in der Bezirksvertretung IX aber nicht besonders gut an, wie Brigitte Harti, Verwaltungsbeauftragte der BV, bestätigt. Die Politiker hätten die Vorlage zu Kenntnis genommen, aber für die Sitzung am 25. Juni noch genauere Auskünfte von der Verwaltung eingefordert. Bezirksbürgermeister Michael Bonmann habe kritisiert, dass die vorgesehenen Ersatzräume im Bredeneyer Wohngebiet Brucker Holt und damit rund sechs Kilometer entfernt von der Kita Erikapfad am Uhlenkrug lägen. Der Elternwille sei da offenbar nur bedingt berücksichtigt worden.

Das Gebäude am Reckmannshof ist denkmalgeschützt

Überhaupt sei es fraglich, wie die erforderlichen Umbauten für die Interimslösung mit dem Denkmalschutz vereinbar seien. Zudem sei die vorgesehene Interimslösung mit 700.000 Euro für Planung und Umsetzung teuer, was angesichts der schlechten finanziellen Situation der Stadt schon als erstaunlich bewertet worden sei, berichtet Brigitte Harti. Das Interim müsse immerhin für einige Jahre genutzt werden.

Zudem stelle sich die Frage in Bezug auf eine spätere Nutzung. Michael Bonmann halte die Räume am Reckmannshof außerdem für zu klein und nur bedingt geeignet. Zudem gebe es Bedenken, ob man die Interessen der Kita-Kinder und der jugendlichen Heimbewohner gleichermaßen berücksichtigen könne, so Brigitte Harti.

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