Waldjugendspiele

Kinder entdecken bei Waldjugendspielen die Natur im Team

Balance-Übungen absolvierten die Kinder in der Gruppe bei den Waldjugendspielen. Hier versucht sich Mehmet beim Kartoffel-Balancieren.

Foto: Stefan Arend

Balance-Übungen absolvierten die Kinder in der Gruppe bei den Waldjugendspielen. Hier versucht sich Mehmet beim Kartoffel-Balancieren. Foto: Stefan Arend

Essen-Stadtwald.  An den Waldjugendspielen im Stadtwald beteiligten sich 300 Sechstklässler. Schule Natur setzt auf gesunde Ernährung mit Pilzen statt Würstchen.

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Es wird geklettert, gespielt, gesägt – und das alles mitten im Stadtwald in der Natur an der Schillerwiese. Rund 300 Schüler durchliefen gestern einen Spieleparcours bei den Waldjugendspielen und waren begeistert: „Es hat viel Spaß gemacht. Unsere Klasse hat sehr gut zusammengearbeitet, um die Aufgaben zu lösen. Das hat unseren Zusammenhalt gestärkt“, freut sich die zwölfjährige Ilka Schäfer.

Ihre Klassenlehrerin Angelika Langer berichtet, dass die Goetheschule diesen Termin jedes Jahr fest einplant: „Die Waldjugendspiele sind immer toll organisiert. Die Geschicklichkeitsaufgaben bringen die Klasse näher zusammen. Bei den Quizspielen können sogar wir Erwachsenen noch etwas lernen.“

Insgesamt konnten zehn Klassen aus der sechsten Jahrgangsstufe teilnehmen: „Es haben sich mehr als 20 Schulen für diesen Tag beworben. Aber nur die ersten zehn konnten wir einladen. Die Schulen haben dann intern eine ihrer sechsten Klassen ausgelost“, erklärt Gabriele Seifert von der Schule der Natur des Grugaparks. Die Waldjugendspiele wurden in diesem Jahr zum 26. Mal von der Schule der Natur, Grün und Gruga und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (Kreisgruppe Essen) organisiert.

Waldjugendspiele haben eine lange Tradition

„Die Waldjugendspiele haben in ganz Deutschland eine lange Tradition. Wir wollen den Kindern zeigen, dass die Natur nicht langweilig ist, sondern ganz im Gegenteil sehr spannend sein kann. Die Schulen kommen gerne und vor allem: immer wieder. Einige sind quasi schon Stammkunden“, sagt Seifert und lacht.

Um 8.30 Uhr startete der Parcours. Jede Klasse hatte jeweils 15 Minuten Zeit, eine von den zehn Aufgaben zu lösen und dabei maximal 100 Punkte zu erreichen. Von einem Bienen- und Kräuterquiz über Seilklettern bis hin zum Erraten von Werkzeugen, die ein Förster in seinem Beruf nutzt, waren sowohl Geschicklichkeitsübungen als auch Wissensübungen dabei. Besonders gut kam das Wettsägen bei den Schülern an. „Der Tag hat richtig Spaß gemacht, auch wenn er viel länger war als der Schulunterricht“, so Julian Fiebiger von der Gustav-Heinemann-Gesamtschule.

Zum Mittagessen gab es Pilzpfanne statt Bratwurst

Beim Mittagsimbiss setzte die Schule Natur dieses Mal auf gesunde Ernährung. Statt Bratwurst im Brötchen gab es eine frische Pilzpfanne. Darum kümmerte sich das Fliz-Mobil des Sozialdienstes katholischer Frauen, eine soziale Einrichtung für Kinder und deren Eltern. „Passend zum Thema Wald und Natur bieten wir eine Pilzpfanne und frische Wraps mit Kräutern, Pilzen, Gemüse und Hähnchen an“, sagt Jan Flügel vom Filz-Mobil.

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