Gastronomie

Im Rüttenscheider Buon Caffé ist die Pizza Familiensache

Giuseppe Bonvissuto, Angela Cassaro und Camillo Cassaro (v.r.) in ihrem Buon Caffé an der Rüttenscheider Straße, das seit langem ein Familienbetrieb ist.

Giuseppe Bonvissuto, Angela Cassaro und Camillo Cassaro (v.r.) in ihrem Buon Caffé an der Rüttenscheider Straße, das seit langem ein Familienbetrieb ist.

Foto: Stefan Arend

Essen-Rüttenscheid.   Angela Cassaro übernahm das Buon Caffé vor zwei Jahren von ihren Eltern. Die gesamte Familie prägt die Gastro-Szene in Rüttenscheid.

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Angela Cassaro konnte gerade laufen, da machte sie ihre ersten Schritte schon im Restaurant der Eltern. „Ich bin mit dem Geschäft aufgewachsen“, sagt die 30-Jährige, die gemeinsam mit ihrem Mann Giuseppe Bonvissuto vor über zwei Jahren das „Buon Caffé“ von ihren Eltern übernahm.

„Früher war das hier tatsächlich ein reines Café. Nebenan haben meine Eltern mit dem Cassaro-Restaurant ein etwas nobleres Lokal geführt, das ihnen jedoch irgendwann zu groß war. Später haben sich die beiden dann auf diese Pizzeria und bodenständige, italienische Küche konzentriert“, blickt die zweifache Mutter zurück. Mit Erfolg: Seit 15 Jahren hält sich die Trattoria an der Rüttenscheider Straße 239, die auf gemütlich-rustikale Einrichtung und einfache, meist preiswerte Gerichte setzt.

„Etwa die Hälfte der Menschen, die zu uns kommen, sind Stammkunden“, sagt Angela Cassaro, deren gesamte Familie die italienische Gastronomieszene in Rüttenscheid maßgeblich mitbestimmt: Cousin Gino Cassaro betreibt nebenan und in Werden die Eisbar „Sorelli’s“, ihr Onkel Salvatore Cassaro ist Inhaber der „Cantina Italiana“ an der Paulinenstraße. „Er kam als älterer Bruder damals als erstes nach Deutschland, mein Vater und meine Mutter folgten vor 32 Jahren“, weiß Angela Cassaro, die schon im Teenageralter in den Restaurants der Familie jobbte.

Zwei Kinder halten die Wirtin ganz schön auf Trab

Dass sie einmal selbst erste Gastgeberin sein würde, sei nicht vorbestimmt gewesen: „Ich habe mit meinem Mann fünf Jahre in Köln gelebt, wo wir unsere Familie gegründet haben. Als meine Eltern sich entschlossen haben, etwas kürzer zu treten, habe ich aber natürlich zugesagt“, sagt Angela Cassaro, die wegen der beiden Kinder vor allem mittags den Laden schmeißt. „Abends übernimmt meistens mein Mann und mein Vater ist natürlich auch noch sehr oft hier. Ganz ohne seinen Laden könnte er nicht“, sagt sie.

Der Wandel auf der Rüttenscheider Straße, den sie selbst seit Jahren verfolgt, sei gut für die Gastronomie, glaubt die junge Restaurant-Chefin: „Je mehr Läden sich hier ansiedeln, um so mehr Menschen kommen hierher. Da haben am Ende alle etwas davon.“ Auch die beiden Systemgastronomie-Größen „L’Osteria“ und „Vapiano“ fürchtet Angela Cassaro nicht: „Die verfolgen ein anderes Konzept als wir mit unserem Familienbetrieb, das ist keine Konkurrenz.“

Feste werden im großen Familienkreis gefeiert

Die Zeit „zwischen den Jahren“ nutze sie nun, um Kraft zu tanken. Und wie es sich für eine italienische Großfamilie gehört, werden die großen Feste wie Weihnachten bis heute stets gemeinsam im großen Kreis gefeiert – natürlich mit jeder Menge Panettone, dem italienischen Äquivalent zum deutschen Christstollen.

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