Kulturwochenende

Im Essener Süden dreht sich drei Tage lang alles um Kultur

Das neu gestaltete ehemalige Tanzatelier im Kunsthaus Essen zeigen (v.l.) Bezirksbürgermeister Gerhard Barnscheidt, Kunsthaus-Leiter Uwe Schramm und Klaus Kottenberg, Kulturbeauftragter der Bezirksvertretung II.

Das neu gestaltete ehemalige Tanzatelier im Kunsthaus Essen zeigen (v.l.) Bezirksbürgermeister Gerhard Barnscheidt, Kunsthaus-Leiter Uwe Schramm und Klaus Kottenberg, Kulturbeauftragter der Bezirksvertretung II.

Foto: André Hirtz / FUNKE Foto Services

Essen-Rellinghausen.  Zum zehnten Mal steigt das Kulturwochenende im Stadtbezirk II vom 15. bis 17. November. 600 Akteure stellen sich vor. Es gibt einige Neuerungen.

21 Veranstaltungen, rund 600 Akteure, 1500 erwartete Zuschauer: Zum zehnten Mal treffen sich Vereine und Institutionen aus dem Stadtbezirk II (Rüttenscheid, Rellinghausen, Bergerhausen, Stadtwald) vom 15. bis 17. November, um sich mit Theater, Tanz, Fotografie, Lesungen und Gesang zu präsentieren. Das jährliche Kulturwochenende hat sich aus einer Kulturwoche entwickelt, die der Bezirk II im Kulturhauptstadtjahr 2010 organisiert hatte. Das Programm ist kostenlos.

Kulturwochenende steht erstmals unter einem gemeinsamen Motto

In diesem Jahr steht das Kulturwochenende erstmals unter einem Motto, nämlich „Europa im Spiegel der Kulturen“. „Das Motto ist bei den Beteiligten gut angekommen“, berichtet Klaus Kottenberg, Kulturbeauftragter der Bezirksvertretung II.

Zentraler Treffpunkt ist wieder das Kunsthaus Essen an der Rübezahlstraße 33 in Essen-Rellinghausen. „Dieses Mal haben wir sogar deutlich mehr Platz zur Verfügung“, betont Uwe Schramm, Leiter des Kunsthauses. Der Grund: Das Tanzatelier Entre Pasos war im April aus dem Kunsthaus ausgezogen. Damit war der rund 120 Quadratmeter große Raum, der direkt an den Café-Bereich des Kunsthauses angrenzt, frei geworden.

In den vergangenen Monaten sei er umfangreich renoviert worden. „Wir haben den empfindlichen Tanzboden gegen einen robusten Holzboden ausgetauscht, damit unterschiedliche Gruppen den Raum multifunktional nutzen können“, berichtet Schramm. Teile des Raums seien neu gestrichen worden. „Die schwarze Farbe haben wir aber beibehalten, weil sich der Raum so gut für Theateraufführungen eignet“, erklärt der Kunsthaus-Leiter. Private und öffentliche Kulturträger könnten den Raum nutzen, er werde aber auch für private Feiern vermietet. Möglich sei zudem eine Anmietung für einen längeren Zeitraum.

Die Technik des Raumes sei komplett erneuert worden. An der Bühne sollen noch kleinere Anpassungen vorgenommen werden. Bei der Umgestaltung habe die Bezirksvertretung mit 3800 Euro geholfen.

Vereine und Institutionen sind mit viel Engagement dabei

„Im nächsten Jahr ist das Kulturhauptstadtjahr zehn Jahre her und wir sind stolz, dass unsere damals ins Leben gerufene Veranstaltung bis heute so gut ankommt“, sagt Klaus Kottenberg. Die Vereine und Institutionen seien nach wie vor mit großem Engagement dabei. Traditionell startet das Kulturwochenende am Freitag, 15. November, mit Aufführungen der Albert-Einstein-Realschule und der Ardeyschule.

Die meisten Veranstaltungen finden dann am Samstag, 16. November, im Kunsthaus statt. „Neu ist, dass wir Stephan Tillmanns vom Mit-Ma-Mut-Mach-Theater als Moderator engagiert haben, der die einzelnen Kulturträger im Laufe des Tages genauer vorstellen wird“, so Klaus Kottenberg. Um 14 Uhr wird die Veranstaltung im Kunsthaus offiziell eröffnet – traditionell mit dem Bergbauorchester, das das Steigerlied spielen wird. „Da warten die Besucher schon drauf“, weiß Kottenberg aus Erfahrung.

Um 14 Uhr startet auch der Kunst- und Handwerkermarkt, auf dem die Besucher schon erste Weihnachtsgeschenke erstehen können. Von 14 bis 18 Uhr ist eine digitale Zeitreise durch Essen möglich. Die Bürgerschaft Rellinghausen-Stadtwald und das historische Portal Essen bieten Besuchern an, Fotos von bekannten Orten im Wandel der Zeit zu betrachten.

Papiertheaterstück im Augustinum

Um 16 Uhr steht dann die Kulturpolitik im Vordergrund. Oberbürgermeister Thomas Kufen und Bezirksbürgermeister Gerhard Barnscheidt sind zu Gast und stellen sich Schülerfragen zum Thema Europa. Zum Ausklang des Kulturwochenendes am Sonntag, 17. November, ist in diesem Jahr wieder das Wohnstift Augustinum mit einem Papiertheaterstück dabei.

„Die Vereinen stellen sich vor, knüpfen Kontakte und gewinnen neue Mitglieder“, sagt Klaus Kottenberg. Und die Bürger bekämen kostenfrei ein abwechslungsreiches Kulturprogramm geboten. Einzig das große Chorkonzert in St. Theresia koste Eintritt. Es war oft dem Kulturwochenende angegliedert, finde dieses Mal aber erst eine Woche später statt. „Da das Konzert dieses Mal nicht Rahmen des Wochenendes stattfindet, rechnen wir mit rund 500 Besuchern weniger als in den Vorjahren“, so der Kulturbeauftragte.

Zur Stärkung der Besucher gibt es im Kunsthaus Kaffee, Kuchen und Häppchen in Zusammenarbeit mit dem Restaurant „Church“. Das genaue Programm des Wochenendes ist einem Flyer zu entnehmen, der an verschiedenen Orten in den Stadtteilen ausliegt.

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