Musik

Holsterhauser Musikerin erhält Deutschen Rock- und Pop-Preis

Die Singer-Songwriterin Nina Maria Lindner aus Holsterhausen wird beim Deutschen Rock- und Pop-Preis ausgezeichnet.

Die Singer-Songwriterin Nina Maria Lindner aus Holsterhausen wird beim Deutschen Rock- und Pop-Preis ausgezeichnet.

Foto: Socrates Tassos

Essen-Holsterhausen.   Die Singer-Songwriterin NiMa Lindner fährt zur Preisverleihung nach Siegen. Sie ist in zwei Kategorien nominiert, hofft auf Platz eins.

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Einen der ersten drei Plätze hat die Holsterhauser Singer-Songwriterin Nina Maria Lindner bereits sicher, wenn sie am Samstag, 10. Dezember, am Finale des Deutschen Rock- und Pop-Preises in Siegen teilnimmt. Auf welchem Platz sie mit ihrem Album Follow und dem Song Memories in den Kategorien „Bestes Alternativ-Album 2016“ und „Bester Alternativ-Song 2016“ genau landet, erfährt sie erst bei der Veranstaltung. NiMa Lindner, so ihr Künstlername, wird in der Siegerlandhalle auch live spielen – mit ihrer alten und ihrer neuen Band.

Für die Künstlerin ist das schon der zweite große Erfolg. Sie wurde bereits im vergangenen Jahr mit dem Deutschen Rock- und Pop-Preis als beste Alternativ-Sängerin und dem dritten Platz für den besten Alternativ-Song „Fight for“ ausgezeichnet. Jetzt steht die Musikerin wieder im Finale.

Die Sängerin stammt ursprünglich vom Niederrhein

Die 35-Jährige stammt vom Niederrhein und lebt seit 2008 in Essen. „Ich habe Essen immer schon geliebt, hier ist sozusagen das Herz des Ruhrgebiets, alles ist gut erreichbar“, erklärt Lindner, deren neue Bandkollegen, der Schlagzeuger Issi und der Bassist Sven Emmerich, aus Herne kommen.

Dort wird auch geprobt. Nina Maria Lindner bringt dazu ihre Songs mit und erarbeitet dann mit den beiden Musikern die endgültige Fassung. „Wir spielen jetzt seit einem halben Jahr zusammen, aber irgendwie sind die beiden schon eine Art Familie für mich geworden.“

Lindner studierte nach der Ausbildung Sozialpädagogik

Nach der Ausbildung zur Krankenschwester studierte Nina Maria Lindner Sozialpädagogik. Heute verbindet sie das als Teilzeitjob mit ihrer Arbeit als freie Künstlerin. „Ich mache seit 20 Jahren Musik, seit 2013 semiprofessionell“, sagt sie. Allerdings sei es schwer, allein von der Musik zu leben. „Aber wer weiß, vielleicht ist es ja in zehn Jahren soweit. Schön wäre das schon.“ Bis dahin sei auf jeden Fall der Weg das Ziel, gelte es, sich künstlerisch weiterzuentwickeln.

Für den Deutschen Rock- und Pop-Preis könne man sich mit eigenen Tonträgern bewerben. „Da das im letzten Jahr so gut geklappt hat, habe ich mich jetzt mit meinem im März erschienenen Rockalbum Follow erneut beworben“, sagt die Sängerin, die ihre Titel aus den Bereichen Alternativ-Rock, Pop und Independent selbst schreibt und produziert.

Sie singe ausschließlich auf Englisch, „Das klingt einfach weicher“, sagt sie. Auf Deutsch zu singen habe sie probiert, „aber das war nicht mein Ding“. Da ihre Musik viele Facetten habe, wolle sie sich nicht auf eine Richtung festlegen lassen. Klassischen Gitarrenunterricht habe sie nur ein paar Stunden lang gehabt, alles weitere habe sie sich selbst angeeignet, so Nina Maria Lindner, die auch Schlagzeug, Bass und ein bisschen Geige spielt.

Von den 50 eigenen Titeln hat Lindner 20 veröffentlicht

Rund 50 Titel habe sie seit ihrem 16. Lebensjahr geschrieben, etwa 20 davon auf bisher zwei Alben und einigen Singles veröffentlicht. Sie verarbeite beim Schreiben der Lieder Erlebnisse, Gefühle, Begegnungen, Impressionen. „Es gibt kreative Phasen und solche, in denen es nicht so gut läuft“, sagt Lindner. Man könne halt nichts erzwingen. Die Ideen kämen ihr meist an der Gitarre, die Grundelemente von „Follow your dreams“ seien ihr zum Beispiel nachts einfallen, den Song habe sie in sechs Stunden fertig geschrieben.

Nina Maria Lindner ist nach eigenen Angaben in der Essener Musikerszene gut vernetzt. Sie spielt allein oder mit ihren Bandkollegen auf Festivals und Stadtfesten, aber auch eigene Konzerte, nicht nur in Nordrhein-Westfalen. „In Essen haben wir gerade noch im November gespielt, im Januar steht ein Benefizkonzert auf dem Programm und am 25. März ein Auftritt in Dinslaken“, erzählt die Holsterhauserin, die auch schon in Hamburg auf der Bühne stand.

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