Ehrenamt

Haarzopfer Nachbarschaftshilfe sucht weitere Helfer

Auf viele Besucher beim Tag der offenen Tür freuen sich (v.l.) Christian Ritzka, Angela Holtermann und Lothar Veutgen von „Rat und Tat“.

Auf viele Besucher beim Tag der offenen Tür freuen sich (v.l.) Christian Ritzka, Angela Holtermann und Lothar Veutgen von „Rat und Tat“.

Foto: Socrates Tassos

Essen-Haarzopf.   Ehrenamtliche von „Rat und Tat“ stellen sich am 23. Juni beim Tag der offenen Tür in Haarzopf vor. Aufgaben sind anspruchsvoller geworden.

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Vor sechs Jahren gründete sich innerhalb der katholischen Gemeinde Christus König die Nachbarschaftshilfe Rat und Tat. Das Angebot wird gut angenommen, die aktuell 26 Ehrenamtlichen konnten schon 360 Aufträge verzeichnen. Um die Gruppe bekannter zu machen und neue Aktive zu finden, gibt es am Samstag, 23. Juni, 11 bis 17 Uhr, einen Tag der offenen Tür.

Das Sprecherteam Angela Holtermann (43), Christian Ritzka (64) und Lothar Veutgen (70) informiert dann im Saal unter der Kirche von Christus König, Tommesweg 30. „Wir freuen uns zum Beispiel über Vorruheständler, die Zeit haben und fit genug sind, den meist älteren Menschen, die sich bei uns melden, zu helfen“, sagt Christian Ritzka. Derzeit seien die Aktiven im Schnitt 63 Jahre alt. „Oft wissen die Leute nicht, was sie mit ihrer neu gewonnenen Freizeit machen sollen“, sagt Lothar Veutgen und lacht. „Wir bekommen etwa eine Anfrage pro Woche, haben aber auch Daueraufträge, zum Beispiel, einmal in der Woche eine Seniorin zum Einkaufen zu begleiten.“

Keine Konkurrenz für Handwerker im Stadtteil

Angst vor Schadensersatzansprüchen müsse kein Ehrenamtlicher haben. „Da sind wir über die Kirche und die Ehrenamt-Agentur versichert“, sagt Ritzka. Alles, was mit Strom, Wasser und Gas zu tun habe, sei für die Ehrenamtlichen tabu. „Das ist einerseits zu gefährlich, andererseits wollen wir den Handwerkern vor Ort ja keine Konkurrenz machen“, so Ritzka.

„Rat und Tat“ sei zwar unter dem Dach der Gemeinde angesiedelt, „Hilfe kann aber jeder bekommen, unabhängig von Religion oder Nationalität“, so Christian Ritzka. Die Arbeit habe sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert, sie sei anspruchsvoller geworden. „Während es früher eher darum ging, mal eine Glühbirne auszuwechseln oder jemanden zum Arzt zu begleiten, werden wir heute öfter gebeten, Familien zu begleiten, wenn jemand im Sterben liegt oder wenn pflegende Angehörige von Demenzkranken Unterstützung brauchen. „Manchmal wollen die Menschen nur reden, manchmal geht es um praktische Dinge wie Pflegeleistungen oder Nachlassverwaltung“, so Lothar Veutgen.

Ehrenamtliche nehmen kein Geld für den Einsatz

Für ihren Einsatz nehmen die Ehrenamtlichen kein Geld. „Wenn allerdings Ausgaben anfallen, zum Beispiel Parkgebühren, lassen wir uns die erstatten“, sagt Christian Ritzka. Und wenn mal jemand etwas für die Kaffeekasse spende, würde damit der Druck von Flyern oder Telefonkosten bezahlt.

Expandieren will der Verein, der in Haarzopf, Fulerum und auf der Margarethenhöhe aktiv ist, eigentlich nicht. „Wir übernehmen keine Aufträge in anderen Stadtteilen, geben aber gern Tipps, wie man eine solche Gruppe aufbauen kann“, so Ritzka. In Kupferdreh gebe es bereits eine solche, in Rellinghausen solle eine entstehen. „Rat und Tat“ arbeite auch mit dem Seniorenbeirat zusammen, habe dort bereits das Konzept vorgestellt.

Montags ist Sprechstunde am Tommesweg

Jeweils montags von 10 bis 12 Uhr sind die Ehrenamtlichen im Büro im Bunten Haus hinter der Kirche am Tommesweg 30 anzutreffen oder unter 800 54 757 erreichbar.

Die Gemeinde Christus König am Tommesweg feiert am 16. und 17. Juni ihr Gemeindefest. Am Samstag geht es um 17.30 Uhr mit der Abendmesse und einem geselligen Abend los. Am Sonntag, 17. Juni, beginnt die heilige Messe um 10 Uhr. Danach startet draußen das Fest mit vielen Aktionen für Kinder. Gefeiert wird bis 17 Uhr.

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