Neubau-Projekt

Grundsteinlegung für Neubau im Bredeneyer Villenviertel

Die Baugrube ist ausgehoben, die Absicherung fertiggestellt: Peter Junker (l.) von Sotheby’s Immobilien und Bauherr Norbert Pabst feiern am 6. Mai mit Anwohnern und den neuen Wohnungsbesitzern die Grundsteinlegung.

Foto: Stefan Arend

Die Baugrube ist ausgehoben, die Absicherung fertiggestellt: Peter Junker (l.) von Sotheby’s Immobilien und Bauherr Norbert Pabst feiern am 6. Mai mit Anwohnern und den neuen Wohnungsbesitzern die Grundsteinlegung. Foto: Stefan Arend

Essen-Bredeney.   Die Grube für den Neubau ist erstellt. Anwohner fürchteten um den Charakter der Conradschen Colonie. Bauherr will das Haus optisch anpassen.

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In diesen Tagen starten die Hochbauarbeiten für das Neubau-Projekt Villa Conrad in Bredeney. Nachdem es im vergangenen Jahr einige Aufregung um den Abriss der alten Villa Am Wiesental 12 gegeben hatte, wird jetzt am kommenden Samstag, 6. Mai, der Grundstein mit einem kleinen Fest für die künftigen Eigentümer und Nachbarn gelegt.

Siedlung wurde 1905 von Wilhelm Conrad geplant

Die Anwohner fürchteten beim Abriss des Gebäudes um den Charakter der historischen Siedlung unterhalb der Frankenstraße. Diese war – wie die Bredeneyer Siedlung Am Ruhrstein – ab 1905 von den Bauten des Architekten Wilhelm Conrad geprägt und nach ihm benannt worden. „Damit der Gesamteindruck der Siedlung nicht gestört wird, errichten wir das Gebäude mit einem Steildach.

Die Fassade wird im oberen Bereich mit deutschem Schiefer verkleidet und unten weiß verputzt“, erklärt Bauherr Norbert Pabst, Bredeneyer Immobilienunternehmer. Unmittelbar am Waldrand entstehen bis zu neun Eigentumswohnungen, zwischen 80 und knapp 350 Quadratmeter groß.

„Rund 60 Prozent der Wohnungen sind bereits verkauft, größtenteils an Essener“, sagt Peter Junker. Geschäftsführer von NRW Immobilien Sotheby’s International Realty. Die Immobilienfirma hat die Vermarktung der Villa Conrad übernommen. Einzugstermin soll im Sommer 2018 sein.

Die Hanglage erfordert großen baulichen Aufwand

Der Abriss der alten Villa war im vergangenen Sommer erfolgt. „Wir haben allerdings auf die Baugenehmigung warten müssen, die erst im Dezember 2016 erteilt wurde. Dann haben wir direkt mit den Arbeiten angefangen“, blickt Norbert Pabst zurück. Die Hanglage direkt am Waldrand erfordere in der Bauphase erhöhten Aufwand.

Rund 5000 Kubikmeter Boden hätten aus der Grube befördert werden müssen, was aufgrund des felsigen Untergrunds schwierig gewesen sei. Verzögert hätten sich die Arbeiten zudem, weil für die Baugrubensicherung eine eigene Baugenehmigung erforderlich gewesen sei. Inzwischen steht die Spritzbetonwand, die nicht nur die Baugrube selbst, sondern auch die Nachbarhäuser und den öffentlichen Weg, der die Straße Am Wiesental mit dem Wald verbindet, schützt.

In der kommenden Woche wird der Kran aufgestellt

Der Gehweg sei zwischenzeitlich gesperrt gewesen, jetzt aber wieder frei. „Alles ist durch einen öffentlichen Sachverständigen abgenommen worden“, so Norbert Pabst. In dieser Woche beginne der Hochbau, in der nächsten Woche werde der Kran aufgestellt.

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