Ausstellung

Fotos in der Bank des Bistums zeigen Menschen im Aufbruch

Die Portäts stammen von Absolventen des Nikolaus-Groß-Abendgymnasiums. Fotograf Axel Thiemann hat sie in Szene gesetzt.  

Die Portäts stammen von Absolventen des Nikolaus-Groß-Abendgymnasiums. Fotograf Axel Thiemann hat sie in Szene gesetzt.  

Foto: NGA/Nicole Cronauge

Stadtkern/Südostviertel.   Das Nikolaus-Groß-Abendgymnasium feiert 60-jähriges Bestehen. Eine Ausstellung in der Bank im Bistum zeigt Erfolgsgeschichten der Absolventen.

Bildung als Aufbruch – so lautet der Titel einer neuen Ausstellung, die nun in der Bank im Bistum Essen (BIB), Gildehofstraße 2, eröffnet wurde. Gezeigt werden eindrucksvolle Fotografien von Axel Thiemann, die von Chancen, die der zweite Bildungsweg eröffnet, erzählen. Anlass dieser Bilderschau ist das 60-jährige Bestehen des Nikolaus-Groß-Abendgymnasiums an der Franziskanerstraße, die im Laufe der vielen Jahre etlichen Erwachsenen den Weg zur Mittleren Reife, zum Fachabitur und Abitur ebnete.

„Bildung ist und bleibt der Schlüssel für ein selbstbestimmtes Leben“. Mit dieser Perspektive eröffnete Dr. Peter Güllmann, Vorstandssprecher der BIB, die Bilderschau, die das gestellte Thema mit großformatigen, ausdrucksvollen Portraits und Bildlegenden, die persönliche Biografien beschreiben, in Szene setzt. Gezeigt werden so ausnahmslos Erfolgsgeschichten des Nikolaus-Groß-Abendgymnasiums (NGA).

Nikolaus-Groß-Abendgymnasium wurde 60 Jahre alt

Seit 60 Jahren können Erwachsene in der Franziskanerstraße im Essener Südostviertel ihr Abitur, ihr Fachabitur oder ihre Mittlere Reife nachholen und ihrem Leben eine andere Richtung geben. „Bildung ist eine nicht einfache, doch sehr lohnende Form des Aufbruchs“, formuliert es Schulleiter Jochen Suthe zur Begrüßung. Die Motivation der anwesenden Studentinnen und Studenten, die zum Teil gerade in diesen Wochen ihre Abiturklausuren schreiben, sei der beste Beweis dafür.

Arbeit, Kinder und auch noch Schule; sie alle nehmen den Zusatzaufwand auf sich, um sich neben Kindererziehung und Beruf neu aufzustellen und einen Plan zu verwirklichen oder einen Traum zu erfüllen. So wie beispielsweise Katja: Die 29-Jährige würde gern studieren, etwa Psychologie, Philosophie, Kunst oder Literatur. Derzeit arbeitet sie als Tätowiererin.

Oder Kevin: Der 24-jährige Ghanaer möchte gern im kaufmännischen Bereich arbeiten und holt dazu hier seinen Schulabschluss nach. Oder auch Davina: Die Mutter von zwei Kindern ist Goldschmiedin und Einzelhandelskauffrau und macht ihr Abitur, um als Grundschullehrerin zu arbeiten. Parallele Unterrichtsangebote mit Vormittags- und Abendunterricht sind für ihr Lebensmodell perfekt.

Das Nikolaus-Groß-Abendgymnasium, eine von neun Schulen des Bistums Essen, vereint Menschen unterschiedlicher Herkunft und aus allen gesellschaftlichen Schichten. Dabei lässt sich gerade die Außenwirkung nicht immer leicht gestalten, wie Jochen Suthe erläutert: „Unser Lehrplan sieht die Fächer Sport, Kunst oder Musik nicht vor. Damit können wir uns also weniger gut in die Wahrnehmung der Menschen bringen als zum Beispiel ein Gymnasium mit Bigband oder Pokalsiegern.“

Bildung als Versprechen für die Zukunft

Umso wichtiger seien Partner, die Bildung als Chance verstehen, den Auftrag des NGA unterstützen und unsere christlichen Werte teilten. Einer dieser Partner ist die BIB. Der Sprecher des Vorstands, Dr. Peter Güllmann, betont, dass Bildung ein Hoffnungsversprechen für die Zukunft und Grundvoraussetzung für eine funktionierende Demokratie sei. In dieser Hinsicht könne und müsse sie auch vor Dummheiten bewahren.


Mit „Bildung ist ein Zukunftsversprechen“ verdeutlicht Dr. Güllmann auch die ethische Haltung der BIB. Er sichert dem NGA weitere Unterstützung zu und will verstärkt in Bildungsprojekte investieren: „In diesem Sinn verstehen wir bei der BIB den Ausstellungs-Titel ‚Bildung als Aufbruch‘ als Aufforderung, unsere Bemühungen um weitere Bildungsprojekte weltweit zu intensivieren.“

>> AUSSTELLUNG ENDET AM 12. JUNI

  • Die Ausstellung „Bildung als Aufbruch“ ist in den Kassenräumen der Bank im Bistum Essen, Gildehofstraße 2, noch bis einschließlich Mittwoch,12. Juni, zu sehen.
  • Die Öffnungszeiten lauten wie folgt: Montag bis Mittwoch von 9 bis 16 Uhr; Donnerstag von 9 bis 17.30 Uhr und Freitag in der Zeit von 9 bis 15 Uhr.

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