Goetheschule

Erasmus Plus-Friedensprojekt „Transforming Europe“

Goethe-Schüler haben im Rahmen der Erasmus-Projektwoche an ihrer Schule eine Friedenskonferenz in englischer Sprache durchgespielt und sich als Diplomaten geübt.

Goethe-Schüler haben im Rahmen der Erasmus-Projektwoche an ihrer Schule eine Friedenskonferenz in englischer Sprache durchgespielt und sich als Diplomaten geübt.

Foto: Michael Korte

Essen-Bredeney.   Goetheschüler diskutieren mit Jugendlichen aus vier anderen Ländern Möglichkeiten, wie die Vergangenheit auch in der Zukunft helfen kann.

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Spannend und alles andere als „business as usual“: Seit September und bis August 2018 koordiniert die Goetheschule das international angelegte Erasmus Plus-Friedensprojekt „Transforming Europe“. In einem der fünf größten Schulprojekte, die 2016 in Deutschland durch die EU gefördert werden, sitzen die Essener zusammen mit Schülern von ebenfalls als International IB World Schools geführten Einrichtungen aus Dänemark, den Niederlanden, Polen und Kroatien. Und gemeinsam verfolgt man das Ziel, länderübergreifend miteinander zu lernen und zu kommunizieren – meistens und aus pragmatischen Gründen online, während der sechs gemeinsamen Projektwochen, die halbjährlich in einem jeweils anderen Land stattfinden, aber auch „Auge in Auge“.

Fiktive Friedenskonferenz

Gastgeber zum Auftakt und sehr zur Freude von Schulleiterin Dr. Nicola Haas waren nun die Bredeneyer, die mit Schülern der beteiligten Internationalen Schulen eintauchten in europäische Geschichte, in Literatur und Wissenschaft, in Philosophie, Kunst und Politik. Im Fokus die Frage: Wie kann das Wissen um die Vergangenheit in Zukunft den Weg ebnen in ein Europa, das Frieden stiftet und bewahrt.

Ein Spiel mit ernstem Hintergrund, eine Art Rollenspielcharakter, der dominierte. Eine alternative Neuordnung Europas nach dem Ende des Ersten Weltkriegs war das, was sich die 14- bis 18-Jährigen auf ihre fiktive Agenda geschrieben hatten, als sie in die Rolle engagierter Diplomaten schlüpften und ganz im Stile etwa der legendären Pariser Friedenskonferenz von 1919 bis 1920 Wege und Auswege für ein friedliches Europa diskutierten.

Das eine war das Gestern, das nicht minder kriegerische Heute führte der renommierte Politikwissenschaftler Ahmed Khalifa den Politikern, Wirtschaftskapitänen oder Diplomaten von morgen vor Augen. Der Mann, der seit Jahren als Friedensforscher unterwegs ist und zahlreiche Krisenherde etwa im Nahen Osten aus nächster Nähe gesehen und beschrieben hat.

Was am Ende bei den noch ausstehenden Treffen in Dänemark, Polen, Kroatien und den Niederlanden herum- und herauskommt, ist eine Frage. Keine Frage indes ist es, wie gut und wichtig es ist, Diplomatie zu üben und Friedensdebatten schon in jungen Jahren zu führen. Noch wichtiger als gute Noten.

Die Goetheschule in Bredeney ist eine anerkannte IB World School und bietet in dieser Funktion seit neun Jahren zusätzlich zum klassischen Abitur das International Baccalaureate (IB) an, einen weltweit anerkannten Schulabschluss. Beim Erasmus Plus-Friedensprojekt „Transforming Europe“ kommunizieren die Bredeneyer mit dem Ikast-Brande-Gymnasium aus dem dänischen Jütland, mit dem „Prva gimnazija“ aus Varaždin, dem wirtschaftlichen Zentrum Nordkroatiens sowie mit der International Secondary School Rotterdam und dem Privatgymnasium Prywatne Liceum Ogolnoksztalcace aus Lublin, Polen.

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