Helferkreis lädt ein

Ehrenamtliche aus Haarzopf helfen bereits 300 Bürgern

Werner Breindl, Angela Holtermann und Christian Ritzka (v.l.) vom Helferkreis Haarzopf hoffen auf regen Besuch beim Tag der offenen Tür.

Foto: Annalena Dörner

Werner Breindl, Angela Holtermann und Christian Ritzka (v.l.) vom Helferkreis Haarzopf hoffen auf regen Besuch beim Tag der offenen Tür. Foto: Annalena Dörner

Essen-Haarzopf.   Die Haarzopfer Gruppe „Rat und Tat“ hilft Menschen im Stadtteil. Beim Tag der offenen Tür am 6. Mai sollen neue Helfer gewonnen werden.

Sie kümmern sich, wenn die Mutter von drei Kindern plötzlich ins Krankenhaus muss oder die alte Dame die Glühbirne nicht selbst wechseln kann: Vor fünf Jahren schlossen sich Haarzopfer zusammen und gründeten unter dem Motto „Rat und Tat“ eine Nachbarschaftshilfe für Haarzopf. Der Bedarf ist groß. Bis heute haben sich die Ehrenamtlichen um rund 300 Hilfsbedürftige gekümmert, betreuen zehn Bürger regelmäßig.

Um das Angebot bekannter zu machen und Helfer anzuwerben, laden sie für Samstag, 6. Mai, 11 bis 18 Uhr, zum Tag der offenen Tür in den Saal unter der katholischen Kirche Christus König, Tommesweg 30, ein. „Wir suchen ganz dringend Menschen, die einmal in der Woche oder auch nur einmal im Monat etwa eine Stunde Zeit haben, um Senioren zu helfen, die ich mit dem umgebauten Bürger-/Kirchenbus zum Seniorentreff fahre“, sagt Werner Breindl. Die Sturzgefahr sei ohne Hilfe groß. Einmal habe er bereits einen Krankenwagen rufen müssen.

Hilfe wurde auch auf die Margarethenhöhe ausgeweitet

Wegen der großen Nachfrage von der Margarethenhöhe betreuen die Ehrenamtlichen seit 2015 auch Menschen im Nachbarstadtteil. Die rund 20 Helfer sind zwischen 40 und 95 Jahre alt. „Unsere Älteste deckt natürlich eher den Bereich Rat ab und steht für Gespräche zur Verfügung“, erklärt Christian Ritzka, der vor fünf Jahren den Helferkreis mit ins Leben rief. Er steht nach wie vor zur Idee der Nachbarschaftshilfe, sieht aber durchaus kritische Aspekte ehrenamtlicher Arbeit.

„Es kann nicht sein, dass sich große Teile der Gesellschaft, wie Politik, Kirchen und Familien, darauf zurückziehen, dass gewisse Arbeiten schon von Ehrenamtlichen erledigt werden“, sagt Ritzka. „Das Ehrenamt ist ein wesentlicher Bestandteil der zivilgesellschaftlichen Selbstorganisation. Aber wir machen auch immer wieder die Erfahrung, dass die Leute oft die ganze Hand wollen, wenn man ihnen den kleinen Finger reicht“, sieht auch Werner Breindl die Gefahr, ausgenutzt zu werden.

Helfer erledigen Arbeiten in Haus und Garten

Für die Beteiligten von „Rat und Tat“ steht dennoch im Vordergrund, Menschen helfen zu können. Sei es, die Menschen bei Spaziergängen, Einkäufen oder Arztbesuchen zu begleiten, handwerkliche Kleinigkeiten im Haus und Garten zu erledigen, Computer wieder in Gang zu setzen oder beim Ausfüllen von Formularen und Anträgen für die Pflegeversicherung anzuleiten.

Alle Leistungen sind für die Hilfesuchenden kostenlos, nur Material-, Park- oder ähnliche Kosten müssen erstattet werden. „Wenn uns jemand eine kleine Spende geben will, nehmen wir die dankend an und setzen das Geld für den Druck von Flyern oder ähnlichen Dingen ein“, sagt Ritzka.

Die Gruppe, die offiziell ein Ausschuss des Gemeinderats ist, kann kostenlos Räume der Gemeinde Christus König nutzen. Im Bunten Haus hinter der Kirche sind die Ehrenamtlichen immer montags von 10 bis 12 Uhr persönlich oder unter Telefon 800 54 757 zu sprechen.

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