Neubauprojekt

Edeka zieht 2018 in den Neubau an der Bredeneyer Straße

Um für die Tiefgarage des Gebäudekomplexes an der Bredeneyer Straße die Baugrube entsprechend tief ausheben zu können, wurden rund 1250 Lkw-Ladungen Aushub, davon 10 000 Kubikmeter massiver Fels, abtransportiert.

Um für die Tiefgarage des Gebäudekomplexes an der Bredeneyer Straße die Baugrube entsprechend tief ausheben zu können, wurden rund 1250 Lkw-Ladungen Aushub, davon 10 000 Kubikmeter massiver Fels, abtransportiert.

Foto: Stefan Arend

Essen-Bredeney.   An der Bredeneyer Straße geht es voran mit dem neuen Wohn- und Geschäftshaus. Einziehen wird auch ein Supermarkt – mit ordentlich großer Fläche.

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Es geht voran: An der Großbaustelle Bredeneyer Straße 130 wurde am Dienstag der Grundstein für das neue Wohn- und Geschäftshaus gelegt. Bürgermeister Rudolf Jelinek, Bezirksbürgermeister Dr. Michael Bonmann und Michael Rohde (Vorstand des Investors) griffen zu Kelle und Mörtel und mauerten die obligatorische Kapsel in den Grundstein ein. Inhalt: neben dem Bauplan und Euro-Münzen auch eine aktuelle Ausgabe dieser Zeitung.

Im Frühjahr 2018 soll dann der 19 Millionen Euro teure Bau stehen; einziehen können die ersten Bewohner nach Angaben des Investors, dem Verband öffentlicher Versicherer, im vierten Quartal 2018. Darunter wird auch ein Supermarkt sein.

1400 Quadratmeter Verkaufsfläche

Edeka zieht in den Neubau in Bredeney. Die Verkaufsfläche für den Nahversorger ist mit rund 1400 Quadratmetern und weiteren Nebenflächen gut dreimal so groß wie die des einst von Kaisers betriebenen Supermarkts. Bequem, so Michael Rohde, sei die Tiefgaragenlösung mit 90 Stellplätzen. Die Kunden können vom Parkplatz aus direkt in den Verkaufsraum gelangen. „Auch die Andienung des Vollsortimenters wird geräuscharm im Inneren des Gebäudes stattfinden“, erläuterte er – Lkw sollen bei der Anlieferung nicht die Straße blockieren.

Unter den Gästen befanden sich bei der Grundsteinlegung neben Mitgliedern der Bezirksvertretung IX und Vertretern der Stadtverwaltung auch Bredeneyer Geschäftsleute sowie Anwohner. „Wir sind schon gespannt, wie alles aussehen wird, und freuen uns“, sagte Ursula Küpper. Mit ihrem Mann wohnt sie direkt gegenüber. „Als die Bohrpfähle in die Erde gerammt wurden, war das ein Höllenlärm“, erinnerte sie sich. „Aber das musste wohl sein wegen des felsigen Untergrundes. Eine Baustelle ist ja nie angenehm.“

Pfähle sichern Fundament

140 Betonpfähle bedurfte es, um eine sichere Gründung des Gebäudes zu gewährleisten. Nicht alle Anwohner haben da so viel Verständnis wie Ursula Küpper. „Unerträglich“, meinte eine Seniorin, die ungenannt bleiben möchte. „Jetzt erst kommt der Grundstein? Die hätten schon lange fertig sein sollen, damit wir hier endlich wieder einkaufen können.“

Dass es Verzögerungen bei der Baugenehmigung gab, verschwiegen weder Politik noch Investor. „Das hätte besser laufen können“, sagte Bezirksbürgermeister Michael Bonmann in seiner Rede und erinnerte an die einst für Bredeney prägenden Gebäude an dieser Stelle – eine Traditionsgaststätte und ein Kotten. Doch nun werde neuer moderner Wohnraum geschaffen: 45 Wohneinheiten mit gut 4900 Quadratmetern Wohnfläche. „Erste Interessenten gibt es schon“, ermunterte Rohde zu weiteren Meldungen. Mit der Vermarktung werde Anfang 2018 begonnen.

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