Elternhaus-Neubau

Drittes Elternhaus in Holsterhausen entsteht ab Mai

So soll das dritte Elternhaus an der Ecke Kaulbach-/Steinhausenstraße später aussehen. Grafik: Elterninitiative

So soll das dritte Elternhaus an der Ecke Kaulbach-/Steinhausenstraße später aussehen. Grafik: Elterninitiative

Essen-Holsterhausen.   Im März beginnt der Abriss an der Ecke Kaulbachstraße. Die Elterninitiative zur Unterstützung krebskranker Kinder baut für 1,8 Millionen Euro.

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Die Elterninitiative zur Unterstützung krebskranker Kinder will im Mai mit dem Bau ihres dritten Elternhauses an der Kaulbach-/Ecke Steinhausenstraße beginnen. Für rund 1,8 Millionen Euro soll dort ein Neubau mit 14 Schlafzimmern und Bädern, Gemeinschaftsküche und -wohnraum, Wirtschafts- und Büroräumen entstehen. Die Nutzfläche des auffälligen Gebäudes wird bei 750 Quadratmetern liegen. Der Eckbau ergänzt das Angebot der beiden Häuser Kaulbachstraße 8 und 10. „Wir haben jährlich 12 000 bis 13 000 Übernachtungen“, sagt der Vereinsvorsitzende Peter Hennig. In den Elternhäusern finden Angehörige von krebskranken Kindern, die im Klinikum behandelt werden, ein Zuhause auf Zeit.

Bevor der Neubau, der vom Rüttenscheider Architekturcontor geplant wird, startet, muss das alte Eckgebäude abgerissen werden. Das hatte der Verein bereits 2012 gekauft. „Den Mietern haben wir bei der Suche nach Ersatzwohnungen geholfen. Trotzdem ist so etwas nie schön“, blickt Hennig zurück. Im Untergeschoss habe sich zuletzt eine Pommesbude befunden. Anfang März soll der Abriss beginnen, Abriss- und Baugenehmigung liegen laut Hennig vor.

Erste Überlegungen, das Gebäude zu sanieren und für die Zwecke des Vereins umzubauen, waren verworfen wurden. „Das wäre sehr teuer geworden, zumal das Haus feucht ist. Ein Neubau hat den großen Vorteil, dass man ihn nach den eigenen Bedürfnissen gestalten kann und dann erst einmal Ruhe hat“, sagt Hennig. Der Verein bringe aufgrund verschiedener Geldzuweisungen und Spenden Eigenkapital von 1,2 Millionen Euro mit, suche aber weiter Spender. „Wenn jeder Essener zwei Euro beisteuern würde, wären wir auf der sicheren Seite. Mein Ziel ist es, dass wir am Tag der Eröffnung schuldenfrei sind, wie es auch bei den anderen Elternhäusern war“, so Hennig.

Stadt hat auf den Nachweis von Parkplätzen verzichtet

„Auch für uns ist das Projekt eine besondere Herausforderung. Die Stadt hat zum Glück auf den Nachweis von Stellplätzen verzichtet. Nach den aktuellen Richtlinien hat sie diesen Spielraum“, sagt Architekt Heinz W. Gunkel. Die Gäste könnten die Plätze im neuen Parkhaus des Klinikums nutzen.

Der fünfgeschossige Neubau ist im Erdgeschoss mit den anderen Häusern verbunden. Er soll im August 2018 fertig sein. Bis dahin kämen allerdings noch einige Unannehmlichkeiten auf die Anwohner, also auch auf Gäste und Mitarbeiter der beiden bestehenden Elternhäuser zu, sagt der Vorsitzende. So werde die rechte Fahrspur der Kaulbachstraße für die Lagerung von Baumaterial, Maschinen und die Anlieferung gesperrt werden, was auch den Verlust der Parkplätze bedeute. Die Steinhausenstraße werde zeitweise zur Sackgasse.

Erker aus Holz und Glaselemente prägen den Neubau

„Das Gebäude wird ausschließlich aus unbedenklichen Baustoffen erstellt“, sagt Architekt Gunkel. Die Erker aus Holz vergrößerten die Nutzfläche, die Glaselemente im Treppenhaus und den öffentlichen Bereichen, wie dem Empfang, sorgten für Transparenz.

Die Elterninitiative wurde 1983 gegründet und hat rund 500 Mitglieder. Das erste Elternhaus wurde Ende 1992 eingeweiht, das zweite etwa zehn Jahre später. Derzeit gibt es 18 Zimmer mit 32 Betten. Die Übernachtung kostet 22,50 Euro pro Nacht/Familie. Kontakt: www.krebskranke-kinder-essen.de

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