Mottowoche der Bürgerschaft

Denkmaltafel am alten Rathaus Rellinghausen eingeweiht

Die Denkmaltafel enthüllten (v.l.) Bezirksbürgermeister Gerhard Barnscheidt, GSE-Geschäftsführer Heribert Piel, Reinhard Paß und Johannes Stoll von der Bürgerschaft.

Die Denkmaltafel enthüllten (v.l.) Bezirksbürgermeister Gerhard Barnscheidt, GSE-Geschäftsführer Heribert Piel, Reinhard Paß und Johannes Stoll von der Bürgerschaft.

Foto: Carsten Klein

Essen-Rellinghausen.   Die Geschichte des Gebäudes an der Frankenstraße ist jetzt auf einem Schild nachzulesen. Bürgerschaft beendet mit der Enthüllung die Mottowoche.

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Die Mottowoche „Geschichtsträchtig und voller Geschichten“ der Bürgerschaft Rellinghausen-Stadtwald endete mit der Enthüllung eines Denkmalschildes vor dem alten Rathaus Rellinghausen an der Frankenstraße. Die Installation der Tafel, die die Geschichte des Rathauses erzählt, war schwieriger als gedacht.

Nach anderthalbjährigen Querelen mit dem Denkmalschützern konnte sie jetzt endlich eingeweiht werden. „Es gab immer wieder Bedenken, weil man das Bauwerk ja nicht verändern oder beschädigen darf. Nun sind wir alle stolz, dass es mit der Tafel geklappt hat und auch, dass das Rathaus so schön geworden ist. Das Denkmalschild setzt dem Ganzen die Krone auf“, freute sich Bezirksbürgermeister Gerhard Barnscheidt (SPD).

Zu Live-Musik blickten die Gäste dann auf die gerade erst vergangene Mottowoche der Bürgerschaft, dabei kamen vor allem Geschichtsfreunde auf ihre Kosten. Neben einer Wanderung von der Isenburg zum Schloss Schellenberg, an der rund 150 Interessierte teilnahmen, weihte die Bürgerschaft auch neun neue, dem historischen Bild nachempfundene Straßenschilder ein. Die Schilder in altdeutscher Schrift weisen nun unter anderem den Weg in die Oberstraße und in die Stiftstraße.

Mottowoche auf Platz drei beim Kreativwettbewerb

Die beim Kreativwettbewerb „Essen sind wir“ mit dem dritten Platz ausgezeichnete Mottowoche beinhaltete außerdem zwei historische Vorträge. Beim Referat des Bürgerschaftsvorsitzenden Johannes Stoll „Unsere beiden Stadtteile Gestern, Heute und Morgen“ wurde im Anschluss aber auch über die Zukunft der Stadtteile diskutiert.

Viele heimatverbundene Rellinghauser sind froh, dass auch das alte Rathaus seit einiger Zeit wieder belebt ist. Nach zehn Jahren Kampf um den Erhalt des Gebäudes wird es jetzt von der Stadttochter GSE (Gesellschaft für soziale Dienstleistungen Essen) als Tagespflege-Einrichtung genutzt. „Wir können hier bis zu 20 Gäste pro Tag aufnehmen. Mit denen gehen wir dann spazieren, spielen oder basteln – alles, was sie wollen“, berichtet die Leiterin Liliana Ciapka. Die modern eingerichteten Räume bieten aber auch Möglichkeiten der Entspannung. Im Wintergarten und auf der Terrasse etwa können sich die Senioren ausruhen.

In der Tagespflege sind noch einige Plätze frei

„Die Tagespflege ist immer gut besucht, für weitere Gäste haben wir aber auch noch Platz“, sagt GSE-Geschäftsführer Heribert Piel. „Viele Senioren sagen immer wieder, dass es sich für sie wie nach Hause kommen anfühlt.“ Auch er ist stolz, dass aus dem heruntergekommenen Rathaus wieder ein echter Hingucker geworden ist: „Wir haben viel Mühe und Liebe in die Renovierung gesteckt, es ist sozusagen ein Haus der Liebe.“ Und früher war es das tatsächlich einmal: Im Rathaus Rellinghausen konnte man schließlich heiraten.

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