Renovierung

Das Kunsthaus Essen will neuen Veranstaltungsraum schaffen

Kunsthaus-Geschäftsführer Uwe Schramm in dem ehemaligen Tanzstudio, das zum multifunktionalen Veranstaltungsraum umgebaut werden soll. Foto: Vladimir Wegener

Kunsthaus-Geschäftsführer Uwe Schramm in dem ehemaligen Tanzstudio, das zum multifunktionalen Veranstaltungsraum umgebaut werden soll. Foto: Vladimir Wegener

Essen-Rellinghausen.  Das Kunsthaus will im Raum eines früheren Tanzstudios einen neuen Veranstaltungsraum einrichten und hofft dafür auf Mittel der Bezirksvertretung.

Das Kunsthaus Essen in Rellinghausen will den Raum, der bisher von der Tanzcompany Entre Pasos genutzt wurde, vielfältiger nutzen und einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Der Raum müsse dafür renoviert und entsprechend technisch ausgestattet werden, so Kunsthaus-Leiter Uwe Schramm. Er hoffe dafür auf eine finanzielle Beteiligung der Bezirksvertretung II, die in ihrer Sitzung am 23. Mai darüber beraten will.

Im April war die Tanzcompany Entre Pasos aus dem Raum an der Rübezahlstraße ausgezogen. Diesen hatte sie über Jahre als Tanzatelier und Veranstaltungsraum für ihre tänzerischen Darbietungen genutzt. Der Raum im Erdgeschoss grenzt direkt an das öffentlich zugängliche Kunsthaus-Café. Die Planungen für die künftige Nutzung seien noch am Anfang, erklärt der Geschäftsführer. Erst einmal müsse die Renovierung erfolgen, die rund 8000 Euro kosten werde. Schramm hat der Bezirksvertretung einen detaillierten Plan für die Licht-, Ton- und Bühnenausstattung vorlegt und hofft, dass die BV II die Hälfte der Kosten übernimmt.

Raum soll zum Kulturwochenende im November zur Verfügung stehen

„Sobald wir grünes Licht bekommen, können wir die Renovierung in Angriff nehmen“, so Schramm. Er hofft, dass der neu gestaltete Raum zum traditionellen Kulturwochenende im November zur Verfügung steht. Dort könnten dann schon Aufführungen, Lesungen, Musikvorträge und eine Kunstausstellung stattfinden. Der Raum sei aufgrund seiner ebenerdigen Lage für die Besucher gut erreichbar.

„Generell besteht die Absicht des Kunsthauses Essen darin, den Raum in Zukunft für öffentliche und private Veranstaltungen nutzbar zu machen und damit einen attraktiven und belebten Ort für das kulturelle und nachbarschaftliche Leben im Bezirk zu etablieren“, heißt es in dem Antrag an die BV II.

Neuer Bodenbelag verursacht die größten Kosten

Der Kunsthaus-Leiter hält Konzerte, Theater- und Tanzaufführungen sowie Klangkunst- und Videoprojekte dort für möglich. „Des Weiteren soll das ehemalige Tanzatelier auch als Projektraum für experimentelle Performancegruppen, Tanzcompanies und Musikgruppen zur Verfügung stehen“, heißt es in dem Antrag an die Bezirksvertretung.

Zuerst müsse laut Schramm aber ein neuer Fußboden aus Holzdielen verlegt werden, der in Qualität und Belastbarkeit den Anforderungen der neuen Nutzung entspreche. Dieser mache schon gut die Hälfte der kalkulierten Kosten aus. Dann sei die Verlegung unterschiedlicher Kabel, der Einbau von Scheinwerfern, Verstärker, Lautsprechern, Mischpult und Verdunklungsmöglichkeiten erforderlich.

Kunsthaus-Leiter hofft eine Kofinanzierung durch die Politik

„Wir würden uns sehr freuen, wenn die Bezirksvertretung für den Stadtbezirk II die beschriebenen Renovierungs- und Neuanschaffungsmaßnahmen im Rahmen einer Kofinanzierung fördert“, so Schramm in seinem Antrag.

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