Parkplatz-Ärger

Büropark Bredeney: Mitarbeiter klagen über zerkratzte Autos

Das Schild am Eingang der Engelsruh-Siedlung könne man um einige Meter nach hinten versetzen, um die Einfahrt in die Straße Kamperfeld (links) zu erlauben, finden die BKK-Mitarbeiter Thomas Rumianek, Johannes Ruhmann, Susanne Bleikamp und Nina Käwel (v.l.).

Das Schild am Eingang der Engelsruh-Siedlung könne man um einige Meter nach hinten versetzen, um die Einfahrt in die Straße Kamperfeld (links) zu erlauben, finden die BKK-Mitarbeiter Thomas Rumianek, Johannes Ruhmann, Susanne Bleikamp und Nina Käwel (v.l.).

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Essen-Bredeney/Schuir.  Am Büropark Bredeney fehlen Parkplätze. Die Umsetzung eines Schildes würde helfen, finden Betroffene. Frust herrscht über zerkratzte Autos.

Massive Parkprobleme haben Mitarbeiter vom Landesverband Nordwest der Betriebskrankenkassen (BKK), die im Büropark Bredeney an der Hatzper Straße arbeiten. Sie sind nicht nur genervt von der morgendlichen Parkplatzsuche im Umfeld ihres Arbeitsplatzes, sondern sind auch schockiert, dass Fahrzeuge von acht Kollegen in den letzten Wochen offenbar mutwillig zerkratzt worden seien.

Eigentlich gibt es etliche Parkplätze in der Straße Kamperfeld auf der anderen Seite der Hatzper Straße. Doch die dortige Siedlung Engelsruh darf laut Schild nur von Anwohnern und Radfahrern befahren werden – inklusive eben der Straße Kamperfeld, die kurz hinter dem Schild links abgeht. „Da sind kaum Häuser, da stören wir eigentlich niemanden, wenn wir dort tagsüber parken“, findet BKK-Mitarbeiter Johannes Ruhmann. „Warum versetzt die Stadt das Durchfahrt-verboten-Schild nicht einfach ein paar Meter nach hinten, so dass die Straße Kamperfeld ausgenommen wäre?“

Dem Eigentümer ist die Parkplatz-Problematik bewusst

Die Mitarbeiter hoffen zusätzlich auf die bereits angekündigte Schaffung zusätzlicher Außenparkplätze im Bereich des Büroparks Bredeney durch den neuen Eigentümer. „Die Parkplatz-Problematik wird uns in der nächsten Zeit weiter beschäftigen, da sich das Objekt in unserem Sinne positiv entwickelt und wir weniger Leerstände als früher haben“, erklärt Matthias Ulrich vom Immobilienunternehmen Demire Deutsche Mittelstand Real Estate AG. Man wolle auf dem Gelände 20 bis 30 Parkplätze neu schaffen, sei sich aber bewusst, dass das nur „ein Tropfen auf den heißen Stein“ sei. Parkplätze im großen Stil könne man nicht schaffen, da die Stadt eine entsprechende Anfrage negativ entschieden habe, da man nicht weitere Grünflächen für Parkplätze bereitstellen wolle, so Ulrich.

Allerdings gebe es offenbar Überlegungen, morgens und nachmittags Pendelbusse von und zur U-Bahn-Endhaltestelle auf der Margarethenhöhe einzusetzen, um Mitarbeitern des Büroparks Bredeney den Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr schmackhaft zu machen.

Für die BKK-Mitarbeiter hat sich die Parksituation verschlechtert. Seit dem Einzug ihrer Firma in den Büropark Anfang 2016 hätten sie Plätze bei Karstadt, dem Nachbarn gegenüber, für 30 Euro im Monat anmieten können. Diese Parkplätze seien jedoch im Zuge der geplanten Neunutzung der Gebäude im Frühjahr gekündigt worden, so Nina Käwel von der BKK.

„Der Büropark Bredeney hat zwar eine eigene Tiefgarage, aber die Plätze reichen nicht für alle Mitarbeiter der Firmen aus und sie sind mit 80 Euro pro Monat auch sehr teuer. Das kann ich mir nicht leisten, das ist ein Urlaub im Jahr für mich“, erklärt BKK-Mitarbeiter Thomas Rumianek. Er vermute, dass auch Mitarbeiter anderer Firmen von dem Problem betroffen seien.

Die Mitarbeiter suchen seit Mai Parkplätze im öffentlichen Raum

Seit Mai suchten er und etliche seiner Kollegen nun Parkplätze im öffentlichen Raum. „Wenn wir um 7 Uhr zur Arbeit kommen, ist in der Straße Kamperfeld eigentlich alles leer“, so Rumianek. Man habe ja Verständnis, dass man nicht die Parkplätze vor den Häusern der Anwohner blockieren solle, aber im Kamperfeld gebe es kaum Anwohner.

Den Vorschlag, das Durchfahrt-verboten-Schild Richtung Siedlung zu versetzen, habe man schon Oberbürgermeister Thomas Kufen unterbreitet. Im Rathaus wolle man sich um die Sache kümmern. Das bestätigt auch Patrick Opierzynski vom Presseamt der Stadt: „Der Brief an Oberbürgermeister Thomas Kufen wurde entsprechend an den zuständigen Geschäftsbereich Planen weitergeleitet. Von dieser Stelle aus erfolgt nun eine entsprechende Prüfung und Analyse der Situation vor Ort, auf deren Basis anschließend eine Entscheidung getroffen wird.“ Einen genauen Zeitplan dafür könne man aber noch nicht nennen.

Reparaturkosten für beschädigte Autos belasten die Mitarbeiter

Dass sie einen Strafzettel riskieren, wenn sie am Kamperfeld parken, ist den Mitarbeitern aus dem Büropark bewusst. Dass jetzt acht Kollegen seit Ende Juni lange Kratzer an der Beifahrerseite ihrer Autos hätten, mache schon Angst, so BKK-Mitarbeitern Susanne Bleikamp. Insgesamt sei schon ein Schaden von rund 20.000 Euro an den Autos entstanden, haben die Kollegen ihre Reparaturkosten zusammengerechnet. Zusätzlich drohten Hochstufungen beim Versicherungstarif, ärgern sich die Mitarbeiter.

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