Müllproblem

Baustelle sorgt für weite Wege zum Müllcontainer

Die Müllsammelcontainer stehen an der Kaulbachstraße an verschiedenen Stellen, wie hier in der Fahrbahnmitte im Baustellenbereich.

Foto: Socrates Tassos

Die Müllsammelcontainer stehen an der Kaulbachstraße an verschiedenen Stellen, wie hier in der Fahrbahnmitte im Baustellenbereich. Foto: Socrates Tassos

Essen-Holsterhausen.   Während der Baustelle findet an der Kaulbachstraße keine reguläre Müllabfuhr statt. Die Anwohner müssen ihren Abfall zu den Containern bringen.

Die Neugestaltung der Hausacker-/Kaulbachstraße zwischen Kämpen- und Holsterhauser Straße belastet nicht nur Autofahrer, sondern auch Anwohner in vielerlei Hinsicht – unter anderem in Bezug auf die Müllentsorgung. „Meine Mieterin, die im Bereich Kleine Lenbachstraße wohnt, klagt darüber, dass der Müll nicht mehr abgeholt wird“, gibt Vermieter Michael Brauer die Beschwerde weiter.

Tatsächlich wird die Kaulbachstraße, die wegen der Baustelle nur einspurig in Richtung Frohnhausen befahrbar ist, im Rahmen der regulären Müllentsorgung derzeit nicht abgefahren, bestätigt Bettina Hellenkamp, Sprecherin der Entsorgungsbetriebe Essen (EBE). Die Müllwagen könnten nur die eigens eingerichteten Sammelstellen erreichen.

Geplant würden solche Baustellen wie die an der Kaulbachstraße von der Stadt beziehungsweise der entsprechenden Baufirma. Die müssten eigentlich dafür sorgen, dass die Abfuhr des Mülls weiterhin möglich sei. Schließlich gehöre die Müllentsorgung zur gesetzlich geregelten Daseinsvorsorge und zum geordneten Leben. „Zuweilen – so auch in diesem Fall – ist die Zufahrt aber eben leider doch nicht gewährleistet.

Niemand muss seine Tonne irgendwo hinschieben

Dann stellt die EBE ersatzweise große Sammelbehälter auf, die die Anwohner während der Bauzeit nutzen können“, sagt Bettina Hellenkamp. Eine Entsorgung über die Sammelbehälter sei zu jedem Zeitpunkt sichergestellt, niemand müsse seine Tonne durch die Baustelle irgendwo hinschieben.

Die Sammelcontainer würden üblicherweise am Anfang und Ende einer Baustelle stehen. An der Kaulbachstraße gibt es weitere Standorte, an denen die Anfahrt der Müllwagen möglich ist. Das Argument, dass gerade ältere Menschen mit dem teils weiten Weg zu den Sammelcontainern überfordert sein könnten, lässt Hellenkamp nicht gelten. „Die Leute schaffen es ja auch, die wesentlich schwereren Einkaufstaschen nach Hause zu transportieren. Da muss man vielleicht notfalls mal den Müll auf dem Weg zum Geschäft mitnehmen“, so die EBE-Sprecherin.

Entsorgungsbetriebe verteilten Handzettel

Wie die Organisation des Einkaufs gehöre auch die Abfall-Entsorgung zum Alltag von Menschen, die eigenständig lebten. Dass wegen der Baustelle die Mülltonnen nicht erreichbar sind, sei auch für die EBE-Mitarbeiter ärgerlich. Zudem würden diese immer wieder von Bürgern für die Zustände verantwortlich gemacht, für die sie keine Verantwortung trügen.

Die Anwohner erhielten Informationen zu den Sammelbehältern manchmal mündlich, meist aber schriftlich. So auch im Fall der Kaulbachstraße: „Das Amt für Straßen und Verkehr hat an alle Haustüren im betroffenen Bereich Aufkleber angebracht, die über die Einschränkungen informieren“, so Bettina Hellenkamp. Die EBE habe Handzettel in die Briefkästen geworfen. Die Entsorgung über Sammelbehälter bleibe bis zum Ende der Baustelle bestehen. „Meist funktioniert diese Lösung gut, denn die Menschen haben ein Interesse daran, dass ihr Müll mitgenommen wird“. so Hellenkamp.

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